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Geschäftsentwicklung
im Überblick (1.1)
Entwicklung der Geschäftsfelder (1.2)
Forschung und Entwicklung (1.3)
Produktion und Beschaffung (1.4)
Investitionen (1.5)
Mitarbeiter (1.6)
Darstellung der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage (2)
Sonstige Angaben (3) |
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Konzernlagebericht für
das
Geschäftsjahr 2004 der
Höft & Wessel AG, Hannover |
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| 1 Geschäftsverlauf |
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1.1 Geschäftsentwicklung
im Überblick
Im Geschäftsjahr 2004 hat
die Höft & Wessel-Gruppe einen Umsatz von
81,4 Mio. EUR erwirtschaftet und damit das prognostizierte
Umsatzziel erreicht (Vorjahr: 89,0 Mio. EUR). Das
Ergebnis vor Steuern (EBT) von 2,2 Mio. EUR liegt
entsprechend den Erwartungen über dem Vorjahr (Vorjahr:
1,8 Mio. EUR). Höft & Wessel konnte
damit die Profitabilität des Konzerns wie geplant weiter
steigern. Die Gesamtleistung beträgt 85,9 Mio. EUR
nach 91,0 Mio. EUR im Vorjahr.
Die hohen Umsätze aus dem Großauftrag zur LkW-Maut
im Geschäftsjahr 2003 konnten weitgehend durch andere
Projekte substituiert werden. Vor diesem Hintergrund zeigt der
im Vergleich zum Vorjahr deutlich höhere Gewinn vor Steuern
von 2,2 Mio. EUR (Gewinn vor Steuern nach Minderheitenanteilen
2003: 1,8 Mio. EUR) die nachhaltige Konsolidierung
des Konzerns. Die Umsatzrendite liegt mit 2,7 % höher
als im Vorjahr (2003: 2,0 %); damit konnte Höft & Wessel
die Profitabilität steigern.
Die wirtschaftliche Entwicklung in der EU 15* war im Jahr 2004
besser als im Vorjahr. In 2004 stieg das reale Bruttoinlandsprodukt
im Vergleich zum Vorjahr um 2,2 % (Vorjahreswert: 0,9 %).
Um die Höft & Wessel-Gruppe wieder in die
Profitabilität zu führen, sind auch in 2004 Anstrengungen
zur Optimierung der internen Prozesse unternommen worden.
Für das zukünftige Geschäft sind Auftragseingang
und Auftragsbestand maßgeblich. Diese liegen zum Stichtag
31.12.2004 deutlich über den Werten des Vorjahres. Der
Auftragseingang lag in 2004 bei 88,7 Mio. EUR (2003:
75,6 Mio. EUR), der Auftragsbestand lag zum Stichtag
bei 41,8 Mio. EUR (2003: 34,5 Mio. EUR).
Der hohe Auftragseingang ist das Resultat der erfolgreichen
Neuproduktentwicklungen, die Höft & Wessel
schon im Jahr 2003 gestartet hat. Um den Bedürfnissen des
Marktes nach Standardbetriebssystemen zu entsprechen, bietet
Höft & Wessel in den Bereichen Almex Information
Systems (AIS) und Skeye Mobile Business (SMB) neue Produkte
an, die das Betriebssystem Windows CE nutzen. Diese Produkte
bieten für den Kunden den Vorteil, dass sie in bestehende
EDV-Systeme besonders gut zu integrieren sind.
Nachdem der Höft & Wessel-Konzern insgesamt
betrachtet bereits in 2003 den Turnaround vollzogen hat, standen
im Geschäftsjahr 2004 die Ergebnisverbesserung, die Substitution
der hohen Mautumsätze durch neue Projekte und neue Kunden
und insbesondere strategische Themen im Vordergrund. Dazu gehören
die Weiterentwicklung der Produktpalette um die Produkte almex.optima
(mobiler Fahrscheindrucker), almex.mobile (mobiles Ticketverkaufsgerät),
skeye.integral (Mobiles Datenerfassungsgerät) und Accent
3 bzw. S3 (Parkscheinautomaten). Der Erfolg der neuen Produkte
zeigt sich auch an ihrem Umsatzanteil im Jahr 2004 in Höhe
von über 12 %. Höft & Wessel hat an
der Verbesserung der Produktqualität, an der Steigerung
der Kundenzufriedenheit und an der weiteren Internationalisierung
der vertrieblichen Aktivitäten der Gruppe gearbeitet. Darüber
hinaus hat der Konzern im Geschäftsjahr 2004 die internen
Prozesse konsequent überprüft und optimiert und damit
auch eine Grundlage zur weiteren Profitabilitätssteigerung
geschaffen. Zu Beginn des Jahres sind bereits umfangreiche Optimierungsmaßnahmen
eingeleitet worden mit dem Ziel, die Ertragslage zu verbessern.
Um die Verwaltungskosten im Konzern zu senken, wurde die Konzernstruktur
weiter gestrafft. Im April wurde daher die bislang eigenständige
Almex GmbH auf die Muttergesellschaft Höft & Wessel
AG verschmolzen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 soll auch die
Tochtergesellschaft Höft & Wessel Skeye Webpanel
AG auf die Höft & Wessel AG verschmolzen
werden. Die Aufgaben der beiden Tochtergesellschaften werden
unverändert von der Höft & Wessel AG
direkt wahrgenommen und weitergeführt. Weiterhin wurde
zum 30.6.2004 die Höft & Wessel AG, Schweiz,
liquidiert.
Aufgrund der kontinuierlichen Kostensparmaßnahmen in wesentlichen
Bereichen des Unternehmens ist es gelungen, die Profitabilität
zu steigern. Zudem konnte durch eine klare Positionierung der
Produkte und der Fokussierung auf definierte Märkte trotz
der anhaltend schwierigen konjunkturellen Lage in Europa der
Kundenkreis in den einzelnen Geschäftsbereichen erweitert
und die Umsätze im Ausland forciert werden.
*Europäische Union ohne neue Mitgliedsländer 2004
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1.2. Entwicklung der
Geschäftsfelder
Die Höft & Wessel-Gruppe entwickelt, fertigt
und vertreibt Hard- und Software. In den drei Geschäftssegmenten
bietet Höft & Wessel komplette Systemlösungen
an:
- Almex Information Systems entwickelt und vertreibt Lösungen
für die Anwendungsbereiche in Ticketing und Transport.
- Skeye Mobile Business bietet Produkte zur Mobilen Datenerfassung
in den Segmenten Handel und Logistik an.
- Metric entwickelt, vertreibt und fertigt Produkte zur
Parkraumbewirtschaftung.
Zur technischen Kernkompetenz gehören insbesondere die
Basistechnologien für drahtlose Datenübertragung über
Funk, wie Wireless LAN-, DECT-, FHSS- und GPRS/GSM-Kommunikationssysteme.
Außerdem bietet Höft & Wessel Softwarelösungen
zur zentralen Datenauswertung durch Backoffice-Systeme an.
Hauptmärkte des Konzerns sind Deutschland und Großbritannien.
Hier wurden ca. 70 % der Konzernumsätze erzielt (Vorjahr:
87,5 %). Der übrige Auslandsanteil am Umsatz konnte im
Geschäftsjahr 2004 gesteigert werden. Insgesamt ca. 30
% der Konzernumsätze wurden in Europa ohne Großbritannien
bzw. Deutschland und weltweit erzielt (Vorjahr: 12,5 %).
Der Bericht der einzelnen Geschäftsbereiche (Segmentbericht)
orientiert sich an der technologischen Basis der Produkte und
an der seit April 2004 geltenden operativen Zuordnung zu den
verantwortlichen Vorstandsmitgliedern. Die daraus resultierende
Zuordnung des London Bus Projektes zu Metric führt in der
Konsequenz zu einer Umgliederung der Umsatzanteile von Almex
Information Systems (AIS) zu Metric.
1.2.1 Almex Information Systems
Almex Information System (AIS) ist der Geschäftsbereich,
in dem alle Aktivitäten für die Ticketing- und Transport-Produkte
gebündelt sind. Für Unternehmen des Personennah- und
-fernverkehrs sowie für Bahn- und Luftfahrtgesellschaften
und für Mauterhebungssysteme entwickelt AIS kundenindividuelle
Komplettlösungen. AIS konnte sich in den vergangenen Jahren
konstant positiv entwickeln und hat im Geschäftsjahr 2004,
also ohne die hohen Vorjahresumsätze durch den Großauftrag
zur LkW-Maut, mit 32,5 Mio. EUR ein sehr zufrieden
stellendes Umsatzniveau erreichen können (2003: 43,1 Mio. EUR).
Zurückzuführen ist dies auf die klar definierte und
konsequente Strategie des Geschäftsbereiches. Einerseits
werden Produkte auf Basis des Standardbetriebssystems WIN CE
angeboten und andererseits werden die im Inland erfolgreichen
Produkte nun verstärkt im nahe gelegenen Ausland vermarktet.
Dabei ist es Höft & Wessel erfreulicherweise
gelungen, verschiedene europäische Staatsbahnen als neue
Kunden zu gewinnen und damit weitere wichtige Referenzen zu
schaffen.
Bei der Dänischen Staatsbahn (DSB) konnten die landesweit
installierten stationären Ticketterminals der DSB und der
Dänischen S-Bahn durch neue Fahrkartenautomaten von Höft & Wessel
ersetzt werden. Auf Wunsch der DSB verfügen die Automaten
über Münzannahme und die Möglichkeit zum Elektronischen
Zahlungsverkehr. An die Zugerland Verkehrsbetriebe AG im Schweizer
Kanton Zug wurden ebenfalls stationäre Ticketautomaten
ausgeliefert.
Mit den neuen Produkten auf Basis des Standardbetriebssystems
WIN CE hat sich Höft & Wessel hervorragend
positioniert und im Geschäftsjahr 2004 eine große
Anzahl von Aufträgen verbuchen können. Für das
auf der CeBIT 2004 vorgestellte neue mobile Ticketterminal almex.mobile
hat Höft & Wessel bereits im März 2004
den ersten Großauftrag erhalten: Die Schweizerischen Bundesbahnen
(SBB) haben 2.000 mobile Terminals bestellt, um die bisher im
Streckennetz der SBB eingesetzten mobilen Fahrkartenverkaufssysteme
zu ersetzen. Die Lieferung umfasst neben den mobilen Terminals
auch das Betriebssystem und die Kommunikationsstationen zur
Anbindung an die Zentrale der SBB. Auch an die Österreichischen
Bundesbahnen (ÖBB) liefert Höft & Wessel
für den Fahrkartenverkauf im Zug mobile Terminals des Typs
almex.mobile. In diesem Projekt wurde Höft & Wessel
auch mit der Lieferung der kompletten Anwendungssoftware und
der Backoffice-Software zur weiteren Verarbeitung der Verkaufsdaten
beauftragt. Die neuen Fahrscheindrucker von Höft & Wessel
ersetzen die bislang bei der ÖBB eingesetzten Produkte
des Wettbewerbs. Für Austrian Airlines hat Höft & Wessel
von der Siemens-Tochtergesellschaft UnitIT den Auftrag erhalten,
almex.mobile zur Abrechnung des Verkaufs von zollfreien Waren
während des Fluges zu liefern. Damit konnte der erste Kunde
aus dem Bereich der Luftfahrtgesellschaften für weitere
Produkte von Höft & Wessel gewonnen werden.
Im Landkreis Schwäbisch Hall realisiert Höft & Wessel
im Auftrag der Kreisverkehrsgesellschaft Schwäbisch Hall
als Generalunternehmer ein innovatives Projekt, bei dem elektronische
Tickets zum Einsatz kommen. Höft & Wessel
liefert dabei neben den mobilen Fahrscheindruckern vom Typ almex.optima
auch die in den Bussen und an den Bahnhöfen bzw. Haltestellen
installierten Check-in- und Checkout-Terminals. Das Projekt
wird mit der DB-Systems als Partnerunternehmen und in enger
Abstimmung mit dem Verband Deutscher Verkehrsunternehmen realisiert
und wird bundesweit als erstes derartiges Projekt die Anforderungen
des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) umsetzen.
Mit der Deutschen Bahn, dem größten langjährigen
Einzelkunden, hat Höft & Wessel im Jahr 2004
einen Rahmenvertrag für die Lieferung von neuen regionalen
Ticketautomaten abgeschlossen. Auf Wunsch der Deutschen Bahn
und je nach den Erfordernissen des Standortes werden die Automaten
mit neuen Funktionen wie Gegensprechanlage, Kamera, Kartenspender
für elektronische Tickets oder GPRS-Modul ausgestattet.
Die Deutsche Bahn vertraut damit auch bei der Neuanschaffung
von Automaten auf die Technologie von Höft & Wessel.
Die Lieferung der Regionalen Ticketterminals ist daher als weiterer
Auftrag zu den bundesweit eingesetzten Stationären Terminals
von besonderer Bedeutung.
Auch das neue mobile Verkaufsgerät almex.optima, das speziell
für den Einsatz in Bussen konzipiert wurde, findet im In-
und Ausland eine gute Akzeptanz im Markt. Mit der französischen
Firma Thales konnte Höft & Wessel einen Rahmenvertrag
über die Lieferung von Geräten für internationale
Projekte abschließen. Gleichzeitig wurde die erste Lieferung
von zunächst 600 Einheiten vereinbart, die in der Stadt
Oslo und bei der niederländischen Gesellschaft Dutch E-Ticketing
System eingesetzt werden. Durch die gezielte Zusammenarbeit
mit international als Generalunternehmer auftretenden Unternehmen
wie Thales eröffnet sich Höft & Wessel
weitere Märkte im Umfeld internationaler Großprojekte.
Für den Vertrieb von Transport- und Ticketingprodukten
vorwiegend auf dem englischen Markt aber auch über internationale
Distributoren unterhält der Geschäftsbereich AIS in
Großbritannien seit Beginn des Jahres 2004 eine Betriebsstätte.
Aus Großbritannien hat Höft & Wessel
von verschiedenen Kunden Bestellungen für das almex.optima
erhalten. Dazu gehören neben der größten britischen
Busbetreibergesellschaft First Western auch das Unternehmen
Blackburn Transport. Im Inland konnten Aufträge wie beispielsweise
von der HVB Havelbus Verkehrsgesellschaft mbH in Potsdam und
von RBO in Regensburg für Höft & Wessel
entschieden werden.
Im Geschäftsjahr 2002 hatte Höft & Wessel
von TollCollect den Auftrag bekommen, Terminals zur manuellen
Einbuchung für die LkW-Maut zu entwickeln und zu liefern.
Seit dem 1.1.2005 ist das LkW-Mauterhebungssystem im Produktivbetrieb.
An den bundesweit installierten Automaten von Höft & Wessel
können sich die LkW-Fahrer nun in das System einbuchen.
Für die vertragsgemäß bereits im Jahr 2003 ausgelieferten
Terminals hat Höft & Wessel mit Krone Marconi,
dem von TollCollect beauftragten Generalunternehmer für
den Service der gesamten Infrastruktur für das Mautsystem,
einen langfristigen Hardware-Wartungsvertrag abgeschlossen.
1.2.2 Skeye Mobile Business
Im Geschäftsbereich Skeye Mobile Business entwickelt und
vertreibt Höft & Wessel alle Produkte hauptsächlich
für die Bereiche Handel und Logistik. Die Mobilen Datenerfassungsgeräte
dienen zur Erfassung, Zwischenspeicherung und Verarbeitung von
Daten. Zielkunden in diesem Bereich sind Unternehmen aus der
Logistikbranche sowie alle Handelsunternehmen und -ketten. Hauptmarkt
in diesem Segment ist nach wie vor Deutschland.
Nach Umsatzeinbrüchen vor allem im Jahr 2002 konnte der
Bereich Skeye Mobile Business im abgelaufenen Geschäftsjahr
2004 eine erfreuliche Belebung der Nachfrage feststellen. Dementsprechend
konnten die Umsätze in diesem Bereich von 17,6 Mio. EUR
im Geschäftsjahr 2003 auf 21,7 Mio. EUR im Geschäftsjahr
2004 gesteigert werden. Das Ergebnis dieses Geschäftsbereiches
konnte damit deutlich verbessert und der Turnaround vollzogen
werden.
Basierend auf einem modernen Portfolio von Standardprodukten
bietet Skeye Mobile Business für die einzelnen Zielgruppen
verstärkt branchenspezifische Lösungen an. Dazu arbeitet
Höft & Wessel mit etablierten Partnern zusammen
und hat auch im Jahr 2004 neue Kooperationen wie beispielsweise
mit GK Software oder T-Com, der Festnetztochter der Deutschen
Telekom, vereinbart. Gemeinsam mit T-Com bietet Höft & Wessel
Mittelstandslösungen an, in denen die Mobilen Datenerfassungsgeräte
von Höft & Wessel und die Kommunikationsverbindungen
der T-Com optimal auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt
sind.
Auch im Bereich Skeye Mobile Business hat Höft & Wessel
frühzeitig Produkte auf Basis des Standardbetriebssystems
WIN CE bereit gestellt und war damit auf die Entwicklung des
Marktes vorbereitet. Um für alle Einsatzbereiche die optimale
Lösung anbieten zu können, vertreibt Höft & Wessel
auch weiterhin die bewährten Produkte, die überarbeitet
und mit neuen Funktionen angeboten werden.
Ein Beleg für den Erfolg dieser Fokussierung auf kundenindividuelle
Lösungen sind beispielsweise zwei von der Handelsgruppe
REWE erhaltene Aufträge, bei denen die Produkte skeye.tangens
und skeye.integral auf dieselbe IT-Infrastruktur zurückgreifen
und damit für den Kunden die Investitionskosten minimieren.
Das neue Produkt skeye.integral stößt im gesamten
Handelsbereich auf großes Interesse. So wird nun auch
die Filialkette netto Schels das skeye.integral einsetzen und
darüber hinaus die von Höft & Wessel
neu entwickelte netzwerkfähige Kommunikationsstation einsetzen.
Mit dieser Entwicklung bietet Höft & Wessel
seinen Kunden eine kostengünstige und effektive Möglichkeit,
die neueste Generation der Mobilen Datenerfassungsgeräte
in jede beliebige bereits bestehende Netzwerkumgebung zu integrieren,
ohne dass es hoher Investitionen in die bestehende IT-Landschaft
bedarf.
Im September hat Höft & Wessel vom Allgemeinen
Deutschen Automobilclub (ADAC) den Auftrag erhalten, sukzessive
alle 1.700 Straßenwachtfahrzeuge mit dem skeye.pad auszustatten.
Der ADAC wird künftig über das skeye.pad sämtliche
Aufträge zur Pannenhilfe abwickeln. Dazu gehören die
Einsatzplanung und die Kommunikation zwischen Zentrale und ADAC-Mitarbeiter.
Die Lieferung an den ADAC hat vertragsgemäß im Geschäftsjahr
2004 begonnen.
1.2.3 Metric
Die englische Tochtergesellschaft Metric bietet Produkte für
die Parkraumbewirtschaftung an. Das sind in erster Linie "Pay
& Display"-Automaten. Zielkunden sind vor allem Städte,
Gemeinden und Parkhausbetreibergesellschaften. Metric ist in
diesem Marktsegment seit Jahren einer der größten
Anbieter in Großbritannien. Auch im internationalen Markt
ist Metric vertrieblich aktiv. Der Umsatz im Segment Parking
ist im vergangenen Geschäftsjahr geringfügig niedriger
als im Vorjahr und liegt bei 27,2 Mio. EUR (2003:
28,3 Mio. EUR).
Aufgrund verschärfter Wettbewerbsbedingungen, der zeitlichen
Erfordernisse bei der Umsetzung von Restrukturierungen und außergewöhnlichen
Forderungsverlusten lag das Segmentergebnis (EBIT) des englischen
Teilkonzerns des Geschäftsjahres 2004 mit einem Verlust
von 2,7 Mio. EUR deutlich unter den Erwartungen.
Zu Beginn des Jahres sind bereits umfangreiche Maßnahmen
eingeleitet worden mit dem Ziel, die Ertragslage zu verbessern.
Am Fertigungsstandort Herne Bay sind gezielte Restrukturierungen
zur Reduzierung der Fertigungstiefe durchgeführt worden.
Die Fertigung von Komponenten im englischen Teilkonzern wurde
zunehmend auf Sublieferanten verlagert, um durch den Einkauf
preiswerterer Komponenten und Module die Herstellkosten zu senken.
Infolge dieser Umstrukturierung wurde auch Personal abgebaut.
Dies hat im Geschäftsjahr 2004 zu entsprechenden einmaligen
Sonderaufwendungen geführt. Darüber hinaus werden
im englischen Teilkonzern derzeit zahlreiche Optimierungsmaßnahmen
durchgeführt. Hierzu zählen organisatorische, technische
und personelle Maßnahmen, die alle darauf fokussiert sind,
die Erreichung der Profitabilität bei der Metric zu unterstützen.
Gleichzeitig hat der englische Teilkonzern im Geschäftsjahr
2004 erheblich in die Weiterentwicklung der Produktpalette investiert.
Ein verbesserter Automat wurde bereits Ende letzten Jahres auf
der Messe Parkex vorgestellt und ist bereits seit Beginn 2005
als Nachfolgeprodukt der weltweit erfolgreich vermarkteten Pay
& Display-Automaten** verfügbar. Für die neuen
Automaten, die über einen neu entwickelten Solarenergiekollektor,
neue, leistungsfähigere und schnellere Prozessoren sowie
weiter optimierte Münzeinwürfe verfügen, konnten
bereits Ende des Geschäftsjahres 2004 zahlreiche Vorbestellungen
verbucht werden. Die Auslieferung der ersten neuen Automaten
hat im März 2005 stattgefunden.
Höft & Wessel sieht in den USA für die
kommenden Jahre ein großes Marktpotenzial, weil der amerikanische
Markt für Parkscheinautomaten in den USA derzeit einen
Wechsel von Einzelparkuhren hin zu Pay & Display-Automaten**
vollzieht. Diese zeichnen sich gegenüber den Parkuhren
durch wesentlich niedrigere Anschaffungs- und Lifecycle-Kosten
aus und sind von daher für die Kommunen und Parkplatzbetreiber
von großem Interesse.
Als Konsequenz hatte auch die US-amerikanische Tochtergesellschaft
Metric Group Inc. mit Sitz in New Jersey, USA, erfreuliche Auftragseingänge
zu verzeichnen. Beispielsweise hat Metric Group Inc. von der
Stadt Westfield, New Jersey, den Auftrag erhalten, 14 Pay &
Display-Automaten** vom Typ Accent 2 zu liefern. Westfield ersetzt
mit den Accent Automaten zum Teil bestehende Installationen
von Wettbewerbern und erweitert darüber hinaus auch die
Parkplatzkapazitäten der Stadt. Diese Entscheidung von
Westfield für die Parkscheinautomaten von Metric ist für
das Unternehmen gerade in Hinblick auf den Zielmarkt in den
USA eine gute Referenz.
Für die britische Busbetreibergesellschaft London Bus Service
Ltd. hat Metric schon im Geschäftsjahr 2003 begonnen, die
Bushaltestellen von einzelnen Londoner Buslinien mit stationären
Ticketautomaten auszustatten. Der bisherige Ticketverkauf im
Bus wird sukzessive umgestellt auf den Verkauf an stationären
Ticketautomaten, die direkt an den Bushaltestellen errichtet
werden. Metric verantwortet in diesem Projekt als Generalunternehmer
auch den Betrieb des Fahrkartenverkaufssystems. Bis zum Ende
des Geschäftsjahres 2004 konnten insgesamt knapp 1000 Automaten
in London erfolgreich installiert und in Betrieb genommen werden.
** Parkscheinautomaten, an denen für eine bestimmte Zeit
Parkscheine gelöst werden, die dann sichtbar im Fahrzeug
hinterlegt werden.
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1.3. Forschung und Entwicklung
Wesentliche Stärken von Höft & Wessel
im Wettbewerb sind die hohe Flexibilität und die Fähigkeit,
in kurzer Zeit kundenindividuelle und innovative Produkte zu
entwickeln. Dies wird ermöglicht durch einen mit 26 %
vergleichsweise hohen Anteil an Mitarbeitern im Bereich Forschung
und Entwicklung. Die Entwicklung der Produkte des deutschen
Teilkonzerns findet in Hannover statt, die Entwicklung der Produkte
für den englischen Teilkonzern dagegen findet überwiegend
in England statt. Die Entwicklung der Produkte für den
Bereich Parking geschieht zum Teil als enge Kooperation zwischen
beiden Teilkonzernen, um die vorhandenen Entwicklungsressourcen
optimal zu nutzen.
Im Geschäftsjahr 2004 lagen Schwerpunkte der Entwicklung
auf der Weiterentwicklung der Produkte auf Basis des Standardbetriebssystems
WIN CE. Im Bereich Skeye Mobile Business wurden zu den Handhelds
auch entsprechende Zubehörteile wie Kommunikationsstationen
und Ladegeräte entwickelt. In 2004 konnte auch das auf
der CeBIT vorgestellte neue embedded WLAN-Modul*** für
die Kommunikation zwischen verschiedenen elektronischen Geräten
fertiggestellt werden. Eine weitere Produktfamilie für
die mobile Datenerfassung mit Ein-Hand-Bedienung, die erstmals
auf der CeBIT 05 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde,
wurde in wesentlichen Teilen bereits in 2004 entwickelt.
Im Bereich Almex Information Systems wurden die Software-Entwicklungen
für die Projekte mit der Dänischen Staatsbahn, Zugerland
und Innsbruck abgeschlossen. Ein weiterer Schwerpunkt war die
Software-Entwicklung für das Projekt mit den Österreichischen
Bundesbahnen, bei dem Höft & Wessel als Generalunternehmer
nicht nur die Hardware, sondern auch die Applikationssoftware
und das Backoffice-System liefert.
Bei der Metric stand die Fertigstellung der Automaten Accent
3 und S3 im Vordergrund. Die Auslieferung der neuen Automaten
hat im Frühjahr 2005 begonnen. Darüber hinaus sind
einzelne Komponenten wie der Münzeinwurf oder die Ausgabeschale
überarbeitet worden.
*** In das Produkt integriertes WLAN-Modul |
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1.4. Produktion und Beschaffung
Die Fertigung der vom deutschen Teilkonzern gelieferten Produkte
geschieht durch Auftragsfertiger. Eine eigene Fertigung unterhält
Höft & Wessel aus Gründen der Effizienz
nach wie vor nicht. Die Entwicklung, Konstruktion, der Musterbau,
die Erstellung von Stücklisten, die Entwicklung von Testsystemen
und die qualitätssichernden Maßnahmen erfolgen durch
Höft & Wessel.
Die Beschaffung der Bauteile wird vorzugsweise durch die Sublieferanten
vorgenommen, um die Beschaffungsprozesse zu verbessern. Nur
wenn die Beschaffung bestimmter Komponenten durch Höft & Wessel
zu niedrigeren Herstellkosten beiträgt, wird von diesem
Verfahren abgerückt.
Im Jahr 2004 konnten geringfügig sinkende Preise bei elektronischen
Bauteilen verzeichnet werden, die durch den Kursverfall des
US Dollar entstanden sind. Bei den mechanischen Teilen hingegen
sind durch steigende Rohstoffpreise vor allem im zweiten Halbjahr
Preissteigerungen zu verzeichnen gewesen.
Mit der Firma Zollner Elektronik AG, Zandt, die seit Jahren
einen großen Teil der Produkte für Höft & Wessel
fertigt, wurde im Dezember 2003 eine weitgehende Kooperation
vereinbart. Durch diese Kooperation konnten bei den Produkten
durch Ablaufrationalisierungen wie geplant Kostensenkungen realisiert
werden.
Anders als im deutschen Teilkonzern erfolgt die Entwicklung
und die Endmontage der englischen Produkte bei der Metric. Metric
verfügt dafür über eine eigene Fertigungseinrichtung
für Montage und Endtests und ist für die Beschaffung
der Bauteile und Komponenten verantwortlich. Zur Verbesserung
der Ertragslage wurde auch im englischen Teilkonzern die Fertigung
von Komponenten zunehmend auf Sublieferanten verlagert, die
Fertigungstiefe damit reduziert und die Herstellkosten gesenkt.
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1.5. Investitionen
Die Zugänge zum Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen)
lagen im Jahr 2004 bei 5,7 Mio. EUR (Vorjahr: 5,25 Mio. EUR).
Davon entfällt auf aktivierte Entwicklungsleistungen ein
Zugang von 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 3,59 Mio. EUR).
Höft & Wessel konzentriert sich sowohl im
deutschen als auch im englischen Teilkonzern bei den Investitionen
neben der erforderlichen Ersatzbeschaffung auf die notwendigen
Anschaffungen von Werkzeugen und von Hard- und Software für
PCs und Workstations.
Zur Verbesserung des internen Datenaustauschs und um bereichsübergreifende
Datenauswertungen zu ermöglichen und damit die Steuerungsmöglichkeiten
zu verbessern, hat der deutsche Teilkonzern das ERP-System****
SAP eingeführt. Bereits zum 1. Januar 2004 waren die kaufmännischen
Module in Betrieb genommen worden, zum 1. Januar 2005 sind wie
geplant auch die logistischen Module mit den Bereichen Materialwirtschaft,
Vertrieb und Qualitätssicherung in Betrieb genommen worden.
Die Einführung von SAP verläuft inhaltlich und kostenseitig
plangemäß.
**** Enterprise Resource Planning System
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1.6. Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2004 beschäftigte die Höft & Wessel-Gruppe
insgesamt 505 Vollzeit beschäftigte Mitarbeiter (Vorjahr:
510 Mitarbeiter). Die Anzahl der Beschäftigten betrug im
Jahresdurchschnitt 506 Mitarbeiter (Vorjahr: 507 Mitarbeiter).
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| Stichtag 31.12.2004 |
2004 |
2003 |
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Durchschnitt |
2004 |
2003 |
| Angestellte |
505 |
510 |
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Angestellte |
506 |
507 |
| Auszubildende |
20 |
20 |
|
Auszubildende |
20 |
25 |
| Gesamt |
525 |
530 |
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Gesamt |
526 |
532 |
|
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2 Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage
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| 1. Vermögenslage |
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2004 |
2003 |
Anlagenintensität
(Anlagevermögen (21,4 Mio. EUR) /
(Bilanzsumme 71,3 Mio. EUR)) |
30,0 % |
33,1 % |
Vorratsintensität
(Vorratsvermögen (14,9 Mio. EUR) /
Bilanzsumme (71,3 Mio. EUR)) |
20,9 % |
19,8 % |
Forderungsintensität
(Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25,2 Mio. EUR)
/
Bilanzsumme (71,3 Mio. EUR)) |
35,3 % |
26,5 % |
Eigenkapitalquote
(Eigenkapital (31,0 Mio. EUR) /
Bilanzsumme (71,3 Mio. EUR)) |
43,5 % |
44,9 % |
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Der Buchwert des Anlagevermögens ist im
Vergleich zum Vorjahr im wesentlichen unverändert; aufgrund
der höheren Bilanzsumme ist die Anlagenintensität
jedoch gesunken und liegt nun bei 30,0 %. Das Vorratsvermögen
ist im Vergleich zum Vorjahr um 15,5 % angestiegen. Aufgrund
der höheren Bilanzsumme ist die Vorratsintensität
jedoch nur wenig angestiegen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Vergleich
zum Vorjahr um 8,0 Mio. EUR angestiegen, was sich
auch in der höheren Forderungsintensität ausdrückt.
Dies ist zurückzuführen auf den im Jahr 2004 wieder
zyklischen Geschäftsverlauf mit einem sehr umsatzstarken
vierten Quartal. Der Anstieg der Bankverbindlichkeiten von 13,9 Mio. EUR
auf 15,3 Mio. EUR und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen von 6,2 Mio. EUR auf 11,1 Mio. EUR
ist bedingt durch die Abrechnungsmodalitäten der Auftraggeber
im Öffentlichen Verkehrsbereich.
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| 2.2 Finanz- und Liquiditätslage
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2004 |
2003 |
| Cashflow aus laufender Tätigkeit in Tsd. EUR |
(241) |
10.510 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit
in Tsd. EUR |
(3.672) |
(5.120) |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
in Tsd. EUR |
1.045 |
(3.007) |
Zahlungswirksame Veränderungen der
Finanzmittelfonds in Tsd. EUR |
(2.868) |
(2.383) |
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Die zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds
hat sich von 2,4 Mio. EUR im Vorjahr auf -2,9 Mio. EUR
im Geschäftsjahr 2004 verringert. Diese Entwicklung ist
vor dem Hintergrund der vorjährigen Auswirkungen aus dem
LkW-Maut-Auftrag nicht unerwartet und entspricht wieder dem
zyklischen Geschäftsverlauf. Die Kreditlinie für Forderungsverkäufe
wurde im Geschäftsjahr im Rahmen des unechten Pensionsgeschäftes
in einem unterschiedlichen Volumen ausgenutzt und war am 31.12.2004
mit 1,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,4 Mio. EUR)
in Anspruch genommen.
Basierend auf der vorliegenden Planung sind im Jahr 2005 sämtliche
Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt aus dem operativen
Cashflow und mit den vorhandenen Kreditlinien finanzierbar.
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| 2.3 Umsatz und Ertragslage |
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| Eckdaten aus
der Gewinn und Verlustrechnung |
2004 |
2003 |
| Gesamtleistung in Mio. EUR |
85,9 |
91,0 |
| Umsatz in Mio. EUR |
81,4 |
89,0 |
| Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT)
in Mio. EUR |
3,0 |
3,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) in Mio. EUR |
2,2 |
1,8 |
| EBT in % der Gesamtleistung |
2,7 |
2,0 |
| Jahresüberschuss / (Jahresfehlbetrag)
in Mio. EUR |
2,0 |
2,0 |
| |
|
|
| Deckungsbeitrag 1 |
|
|
| Umsatzerlöse (inkl. Bestandsveränderungen)
in Mio. EUR |
83,0 |
87,5 |
| Materialaufwand in Mio. EUR |
42,3 |
47,2 |
| Deckungsbeitrag 1 in % |
49,1 |
46,1 |
|
|
| |
|
Der Umsatz der Höft & Wessel-Gruppe
im Geschäftsjahr 2004 ist mit 81,4 Mio. EUR im
Vergleich zum Vorjahr um 8,5 % (2003: 89,0 Mio. EUR)
gesunken. Die Gesamtleistung beträgt 85,9 Mio. EUR
und liegt damit um 5,6 % niedriger als im Vorjahr (2003: 91,0 Mio. EUR).
Der Jahresüberschuss beträgt 2,0 Mio. EUR
(Vorjahr: Jahresüberschuss 2,0 Mio. EUR).
Im Berichtsjahr konnte der prozentuale Deckungsbeitrag um 3,0
Prozentpunkte gesteigert werden (Vorjahr: 2,9 Prozentpunkte)
und erreichte 49,1 % des Umsatzes. Ursächlich war hier
neben einem veränderten Produktmix die Verbesserung der
internen Prozesse und die Senkung der Herstellkosten, die zu
insgesamt profitableren Projekten geführt hat.
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2.4 Risiken der zukünftigen
Geschäftsentwicklung
Das Risikofrüherkennungssystem innerhalb der Höft & Wessel-Gruppe
wird kontinuierlich weiterentwickelt und im Rahmen der Jahresabschlussprüfung
von der beauftragten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft.
Die Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens potenziell
gefährden können, sind im Risikofrüherkennungssystem
analysiert und geeignete Maßnahmen zur Eliminierung oder
Minimierung definiert worden. Auf Basis dieser Risikoanalyse
arbeiten der Vorstand und die Führungskräfte der Gesellschaft
kontinuierlich an der Entwicklung des Systems. Das Risikohandbuch,
in dem die Risiken des deutschen Teilkonzerns analysiert und
die Gegenmaßnahmen aufgeführt sind, steht den deutschen
Mitarbeitern über das firmeninterne Netzwerk zur Verfügung.
Auch der englische Teilkonzern hat eine Einschätzung seiner
Risiken vorgenommen und die wesentlichen Risiken identifiziert,
bewertet und die Verantwortlichkeiten definiert. Es bestehen
festgelegte Kommunikationsstrukturen, die im "Risk and
Crisis Management Manual" festgehalten sind. Die regelmäßige
Überprüfung des Risikofrüherkennungssystems erfolgt
bei Metric im Auftrag des Vorstandes durch den Wirtschaftsprüfer
KPMG. Die Überprüfung orientiert sich an den deutschen
gesetzlichen Vorgaben.
Ein Teil des Risikomanagementsystems ist die vorausschauende
Überwachung der Liquidität und der ein- und ausgehenden
Zahlungsströme. Risiken ergeben sich aus möglicherweise
verspäteten oder ausfallenden Zahlungen durch Kunden, wohingegen
Mitarbeiter und Lieferanten fristgerecht zu bezahlen sind. Zur
Abdeckung solcher Risiken existieren ausreichende Kreditlinien
mit Banken. Daneben werden mit den Kunden regelmäßig
leistungsfortschrittbezogene Abschlagszahlungen vereinbart.
Preisänderungsrisiken können sich sowohl aus Angebots-
und Nachfrageschwankungen auf den Weltmärkten als auch
aus Währungsschwankungen ergeben. Diese Risiken werden
im Rahmen einer laufenden, bedarfsbezogenen Überwachung
der Preis- und Währungsentwicklungen erfasst. Durch eine
zunehmende Verlagerung der Einkaufverantwortung auf Auftragsfertiger
in Verbindung mit einer möglichst zeitnahen Auftragsvergabe
an diese Auftragsfertiger lassen sich Preisänderungsrisiken
auf der Beschaffungsseite in einem gewissen Umfang eingrenzen.
Auf der Verkaufsseite bestehen im Regelfall feste Konditionen,
die unabhängig von späteren Preisentwicklungen sind.
Markt- und Umsatzrisiken begegnet Höft & Wessel
durch möglichst langfristige vertragliche Bindungen der
Kunden an das Unternehmen. Mit Großkunden werden nach
Möglichkeit umfangreiche Rahmenverträge geschlossen.
Dem Risiko sinkender Auftragseingänge aufgrund der gesamtwirtschaftlichen
Situation ist durch Maßnahmen der Gesellschaft nur bedingt
entgegen zu wirken. Eine konsequente Verbreiterung der Kundenbasis
in den einzelnen Geschäftsbereichen und die sukzessive
Erschließung neuer Absatzmärkte durch neue Produkte
und neue Vertriebsregionen reduzieren jedoch die Abhängigkeit
von einzelnen Kunden und Absatzmärkten.
Nachdem der englische Teilkonzern in 2004 einen Segmentverlust
(EBIT) in Höhe von 2,7 Mio. EUR erwirtschaftet
hat, ist es für die Sicherung der Ertragslage und zur Vermeidung
von Belastungen der Liquidität von wesentlicher Bedeutung,
dass die positiven Planungen des englischen Teilkonzerns verwirklicht
werden.
Den internen Risiken, die sich durch die Realisierung von Großprojekten
ergeben können, begegnet Höft & Wessel
durch die laufende Überprüfung der Projekte. Dafür
ist ein internes Kalkulationssystem entwickelt worden, das genau
auf die Belange des Vertriebs- und der Produktionssteuerung
abgestellt ist. In der Kalkulation werden die einzelnen Geräte,
die Entwicklung, die Softwarepakete und der Service detailliert
auf der Zeitschiene geplant. Die Nutzung von SAP bringt für
den deutschen Teilkonzern hier noch weitere wesentliche Verbesserungen,
da sie präzisere Projektkalkulationen und eine Kostenträgerrechnung
ermöglicht.
Begleitende Maßnahmen wie Budgetierung und verstärktes
Controlling dienen im deutschen Teilkonzern der Ermittlung zuverlässiger
Planzahlen und der stetigen Überprüfung der laufenden
Projekte. Im englischen Teilkonzern sind für Großprojekte
wie beispielsweise den Auftrag von London Bus Service Ltd. spezielle
Projektverantwortliche (Manager und Support Team) definiert
worden, um die Erfüllung der Vertragsvereinbarungen sicherzustellen.
Zur Steuerung der internen Abstimmung und Koordination der unterschiedlichen
Prozesse in Vertrieb, Entwicklung, Einkauf und Produktion bei
der Abwicklung von Großprojekten, die sich über längere
Zeiträume erstrecken können, ist für den deutschen
Teilkonzern eine Interne Projektleitung etabliert.
Zur Sicherung der Produktqualität hat die Höft & Wessel-Gruppe
eine Abteilung Qualitätsmanagement eingerichtet. Das Qualitätsmanagement
prüft und optimiert insbesondere die Schnittstellen in
den Prozessketten. Auch im englischen Teilkonzern existiert
eine Abteilung Qualitätsmanagement, die fortwährend
die definierten Prozesse und Abläufe sowie deren Einhaltung
kontrolliert. Die Verantwortlichkeiten bezüglich der Risiken
sind definiert und fester Bestandteil der regelmäßigen
Managementbesprechungen.
In allen Bereichen der Höft & Wessel-Gruppe
wird Computer gestützt gearbeitet. Der Sicherung der unternehmensrelevanten
Datenbestände wird daher besondere Aufmerksamkeit gewidmet.
Höft & Wessel unterhält seit Jahren
ein zuverlässiges System zur Sicherung der Datenbestände.
Dem Risiko des Know-how-Verlustes durch Mitarbeiterfluktuation
steuert Höft & Wessel durch gezielte Maßnahmen
entgegen.
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3 Sonstige Angaben
Um die Konzernstruktur zu straffen und in Zukunft Verwaltungskosten
einzusparen, wurde die bislang eigenständige Almex GmbH
im Geschäftsjahr 2004 auf die Muttergesellschaft Höft & Wessel
AG verschmolzen. Eine weitere Tochtergesellschaft, die Höft & Wessel
Skeye Webpanel AG, soll mit Wirkung zum 1.1.2005 ebenfalls auf
die Höft & Wessel AG verschmolzen werden.
Die Tochtergesellschaft Höft & Wessel AG,
Schweiz, wurde zum 30.6.2004 liquidiert.
3.1 Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2004 haben Veränderungen in Vorstand
und Aufsichtsrat der Höft & Wessel AG stattgefunden.
Mit Wirkung zum 1.4.2004 hat der Aufsichtsrat der Höft & Wessel
AG Herrn Thomas Wolf zum stellvertretenden Vorstandsmitglied
des Unternehmens berufen. Herr Wolf gehört dem Unternehmen
seit 1996 an und war zuletzt Leiter des Geschäftsbereiches
Almex Information Systems (AIS). Seit dem 1.1.2005 ist Herr
Wolf ordentliches Vorstandsmitglied der Höft & Wessel
AG.
Um den Herausforderungen des Marktes besser gerecht zu werden,
zur erfolgreichen Vermarktung neuer Produkte und zur Umsetzung
weiterer Maßnahmen der Effizienzsteigerung wurde die operative
Leitung der drei Geschäftsbereiche jeweils direkt einem
Vorstandsmitglied zugeordnet. Thomas Wolf vertritt im Vorstand
den Bereich Almex Information Systems (AIS). Die operative Verantwortung
für den Bereich Skeye Mobile Business (SMB) mit den Produkten
für Handel und Logistik liegt bei Peter Claussen. René
Glasmacher leitet den Bereich Parking mit der englischen Tochtergesellschaft
Metric Group Ltd. Dr. Werner Andexser ist unverändert Vorsitzender
des Vorstandes und verantwortet konzernübergreifend das
Ressort Technik, Peter Claussen das Ressort Vertrieb und René
Glasmacher das Ressort Finanzen.
Entsprechend dem Vorschlag der Verwaltung hat die ordentliche
Hauptversammlung der Höft & Wessel AG am
15. Juni 2004 Herrn Manfred Zollner, Cham, zum Mitglied des
Aufsichtsrates gewählt, der damit an die Stelle des ausscheidenden
Aufsichtsratsmitglieds Hinrich Peters trat.
3.2 Corporate Governance und Compliance
Vorstand und Aufsichtsrat der Höft & Wessel
AG messen der Corporate Governance einen hohen Stellenwert bei.
Mit der Verpflichtung zur Corporate Governance, den Standards
guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, möchte
Höft & Wessel das Vertrauen der Aktionäre,
Geschäftspartner und Mitarbeiter weiter fördern. Vorstand
und Aufsichtsrat beraten jährlich über die Weiterentwicklung
der Corporate Governance und machen die Entsprechenserklärung
der Öffentlichkeit über die Homepage des Unternehmens
zugänglich. Um den unternehmensspezifischen Erfordernissen
Rechnung zu tragen, ist Höft & Wessel den
Empfehlungen der Kommission in wenigen, aus Sicht der Unternehmensleitung
eher unwesentlichen Punkten, nicht gefolgt. Regelungen wie die
konzernweiten Insiderrichtlinien, die bereits vor in Kraft treten
des Kodex bestanden und über die Empfehlungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex hinaus gehen, gelten weiterhin.
3.3 Aktie
Der Aktienkurs der Höft & Wessel AG im Parketthandel
der Frankfurter Wertpapierbörse stand am 02.01.2004 bei
3,18 EUR und am 31.12.2004 bei 2,92 EUR. Der Kurs der Höft & Wessel-Aktie
fiel damit um ca. 8% und entwickelte sich im Vergleich schwächer
als der Index "Technology All Share", der im gleichen
Zeitraum um knapp 2% fiel. Der Höchststand der Höft & Wessel-Aktie
von 3,88 EUR wurde am 14.04.2004 erreicht, der Tiefststand von
2,35 EUR am 17.08.2004.
3.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine weiteren
Vorgänge oder Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten,
die das im vorliegenden Lagebericht vermittelte Bild des Konzerns
beeinflussen.
3.5 Ausblick
Die gute Entwicklung von Höft & Wessel ist
das Ergebnis der umfassenden Maßnahmen, die in den letzten
Jahren im Konzern umgesetzt wurden. Nachhaltige Kostensenkungen,
Rationalisierungen und umfassende interne Veränderungen
haben den Konzern flexibler und effizienter gemacht. Um diese
Entwicklung in allen Teilbereichen des Konzerns noch zu forcieren
und die Ertragslage kontinuierlich zu verbessern, sind in 2004
weitere Veränderungen eingeleitet worden. Insbesondere
im englischen Teilkonzern werden derzeit zahlreiche Optimierungsmaßnahmen
umgesetzt, um die Herstellkosten zu verringern und damit auch
hier die Profitabilität zu unterstützen.
Prozessoptimierungen und Qualitätssteigerungen, verbunden
mit einer klaren Produktstrategie, dienen dazu, die Ergebnissituation
im Konzern weiter zu verbessern. Ausgehend von den bereits erzielten
Erfolgen im Auslandsvertrieb wird im Bereich AIS auch in die
gezielte Erschließung neuer Märkte investiert. Im
Fokus stehen neben Osteuropa auch die USA. Hier sollen die im
Inland erfolgreichen Produkte verstärkt vertrieben werden.
Im Bereich SMB soll sowohl der Direktvertrieb als auch die Zusammenarbeit
mit Distributoren weiter forciert werden. Auch hier sind die
europäischen Nachbarländer und die USA die bevorzugten
Zielmärkte. Um die Marktanteile langfristig zu erhöhen
und weitere Kunden zu gewinnen, werden in allen Geschäftsbereichen
neue Produkte entwickelt.
Höft & Wessel erwartet für das Jahr
2005 leicht steigende Umsätze in einer Bandbreite von 8590 Mio. EUR
und eine weitere Verbesserung des Ergebnisses vor Steuern (EBT).
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