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IAS-KONZERN-LAGEBERICHT FÜR
DAS GESCHÄFTSJAHR 2002
der Höft & Wessel AG, Hannover |
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Geschäftsverlauf
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1. Geschäftsentwicklung
im Überblick
Die gesamtwirtschaftliche Situation hat schwierige Rahmenbedingungen
für das Geschäftsjahr 2002 geschaffen. Zwar konnte
sich die Konjunktur in Europa von den massiven Rückgängen
im Jahr 2001 leicht erholen, doch der noch im ersten Halbjahr
erwartete Aufschwung setzte sich nicht durch. Das Wachstum des
Bruttoinlandsproduktes in Deutschland liegt nach 2001 und 2002
voraussichtlich auch in 2003 und damit zum ersten Mal nach Kriegsende
über einen Zeitraum von drei Jahren bei weniger als 1 %.
Steigende Arbeitslosenzahlen haben zu Kaufzurückhaltung
der Konsumenten und in der Folge auch zu Investitionskürzungen
bei den Kunden von Höft & Wessel geführt.
Die Zurückhaltung der Kunden zeigte sich besonders im Bereich
Handel & Logistik, der im Vergleich zum Vorjahr deutliche
Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Auch in anderen
Geschäftssegmenten der Höft & Wessel-Gruppe
war die Konjunkturschwäche deutlich spürbar. Beispielsweise
hat das Geschäft mit den Check-in-Automaten für Fluglinien
zunächst starke Einbrüche erlitten und sich erst gegen
Ende des Jahres 2002 wieder belebt. Insgesamt konnten im vergangenen
Geschäftsjahr geplante Umsätze nicht realisiert werden.
In einzelnen Geschäftssegmenten der Gruppe hat sich zudem
eine Intensivierung des Wettbewerbs ergeben, die eine Reduzierung
der Margen zur Folge hatte. Den Erwartungen des Unternehmens
zufolge ist mit einer kurzfristigen Verbesserung der wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen kaum zu rechnen.
Aufgrund der verschlechterten Konjunktur- und Marktbedingungen
und einer entsprechend zurückhaltenden Prognose der künftigen
Geschäftsentwicklung sowie der Fokussierung auf Kernprodukte
waren zum Bilanzstichtag wesentliche außerplanmäßige
Abschreibungen bei verschiedenen Aktivposten der Bilanz notwendig
(vgl. im einzelnen die Erläuterungen zur Umsatz- und Ertragslage).
Hiervon betroffen sind insbesondere das Vorratsvermögen
mit Abschreibungen in Höhe von 11,5 Mio. EUR
und Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe von 2,3 Mio. EUR.
Die nach IAS aktivierten Entwicklungsleistungen wurden außerplanmäßig
um 2,0 Mio. EUR abgeschrieben. Zudem wurden Forderungen
in Höhe von 1,7 Mio. EUR wertberichtigt. Insgesamt
mussten die Rückstellungen um 3,2 Mio. EUR auf
7,5 Mio. erhöht werden. Davon entfiel ein zusätzlicher
Aufwand auf Rückstellungen für noch zu leistende Entwicklungs
und Garantieaufwände in Höhe von ca. 2,5 Mio. EUR.
Aufgrund von Änderungen hinsichtlich des Beginns der Gewährleistungsfrist
ergibt sich im Geschäft mit den Verkehrsbetrieben de facto
eine Verlängerung des Gewährleistungszeitraums um
bis zu 12 Monate, wodurch eine weitere Erhöhung der Rückstellungen
für eventuelle Gewährleistungs und Kulanzansprüche
notwendig wurde.
Für die Höft & Wessel-Gruppe war das
Geschäftsjahr 2002 insoweit ein schwieriges Jahr. Die Tochtergesellschaften
Almex GmbH und Höft & Wessel Skeye Webpanel
AG weisen Verluste vor Steuern von 1,1 Mio. EUR bzw.
3,2 Mio. EUR aus. Die Metric verzeichnet nach Sonderbelastungen
in Höhe von rund 4,2 Mio. EUR einen Verlust voe
Steuern von 6,1 Mio. EUR (vgl. im einzelnen die Erläuterungen
zur Umsatz und Ertragslage). Der Konzernverlust vor Steuern
(und nach Minderheitenanteilen) in Höhe von 25,3 Mio. EUR
(2001: 15,7 Mio. EUR) beinhaltet bereits die im vorhergehenden
Absatz beschriebenen Positionen.
Angesichts der wirtschaftlichen Situation in den Hauptabsatzgebieten
sind Umsatzsteigerungen in allen Teilbereichen des Konzerns,
wie sie in den vergangenen Jahren erzielt werden konnten, auch
in den kommenden Quartalen nicht zu erwarten. Um die Ergebnissituation
zu verbessern, hat der Vorstand der Höft & Wessel AG
deshalb auch im Jahr 2002 weitere Maßnahmen zur Senkung
der Kosten ergriffen. Kernpunkte sind die Fokussierung der Ressourcen
auf die Kernproduktbereiche, die signifikante Reduzierung der
Sachkosten, die marktgerechte Anpassung der internen Prozesse
und eine Optimierung der internen Strukturen, verbunden mit
einem Abbau von personellen Kapazitäten. Bereits im dritten
Quartal sind Maßnahmen zur Senkung der Mitarbeiterzahl
durchgeführt, die Leitungsfunktionen personell reduziert
und teilweise neu besetzt worden. Darüber hinaus gilt
abgesehen von einer gezielten Stärkung des Vertriebs
ein weitgehender Einstellungsstopp; entstandene Fluktuationen
werden nach Möglichkeit intern wieder besetzt. Aus den
genannten Maßnahmen ergibt sich nach Einschätzung
des Vorstandes der Höft und Wessel AG für den Standort
Hannover ein erhebliches Einsparungspotenzial in einer Größenordnung
von 2,0 Mio. EUR, berechnet auf Jahresbasis.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr
2002 konnte die Gruppe aufgrund des Auftrags zur Entwicklung
und Lieferung von Zahlstellen und Kassen zur Erhebung der LKW-Maut
(nachfolgend Maut-Auftrag) einen Umsatz von 78,0 Mio. EUR
erreichen. Konzernweit setzen sich die Umsätze wie folgt
zusammen: Im Bereich Handel & Logistik konnte
ein Umsatz von 16,2 Mio. EUR (Vorjahr, um Materiallieferungen
an Subunternehmer bereinigt: 23,6 Mio. EUR) erzielt
werden, im Bereich Parking wurde ein Umsatz von 18,7 Mio. EUR
(Vorjahr: 18,6 Mio. EUR) erzielt. Umsatzstärkster
Bereich ist Ticketing & Transport mit einem Umsatz
von insgesamt 43,1 Mio. EUR (Vorjahr, um Materiallieferungen
an Subunternehmer bereinigt: 35,6 Mio. EUR). Durch die
Realisierung der Umsätze aus dem Maut-Auftrag in Höhe
von 11,5 Mio. EUR konnten Umsatzrückgänge
in anderen Konzernbereichen insbesondere im Bereich Handel & Logistik
teilweise ausgeglichen werden. In den Planungen für
das Jahr 2003 sind Umsätze in Höhe von rund 20 Mio. EUR
durch den Maut-Auftrag enthalten.
Der Auftragseingang innerhalb der Gruppe Indikator für
die künftige Geschäftsentwicklung liegt mit
96,0 Mio. EUR über dem bereits sehr hohen Auftragseingang
des vergangenen Geschäftsjahres (2001: 82,2 Mio. EUR)
und zeigt sich trotz der spürbaren Konjunkturschwäche
im Mehrjahresvergleich und wegen des Großauftrags zur
Lkw-Maut auf hohem Niveau stabil. Mit diesen hohen Auftragseingängen
innerhalb der Gruppe ist konzernweit die Grundlage für
das Geschäftsjahr 2003 gesichert und die Basis für
eine deutlich bessere Ertragslage geschaffen. Der Auftragsbestand
betrug zum 31.12.2002 47,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,9 Mio. EUR). |
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2. Entwicklung von Branche
und Geschäftsfeldern
Die Höft & Wessel-Gruppe entwickelt, fertigt
und vertreibt Hard- und Software. In den drei Geschäftssegmenten
Handel & Logistik, Ticketing & Transport und Parking
bietet die Gruppe komplette Systemlösungen an. Zur technischen
Kernkompetenz gehören insbesondere die Basistechnologien
für drahtlose Datenübertragung über Funk, wie
WirelessLAN- , DECT- ,
FHSS- und GSM-Kommunikationssysteme.
Außerdem bietet Höft & Wessel Softwarelösungen
zur zentralen Datenauswertung durch Backoffice-Systeme an.
Eine Vielzahl von installierten Einheiten in den verschiedenen
Produktbereichen sichert der Gruppe durch bestehende langfristige
Verträge für Service- und Wartungsarbeiten einen soliden
Basisumsatz. Die Geschäftstätigkeit von Höft & Wessel
ist stark durch das Projektgeschäft geprägt und im
Verlauf eines Geschäftsjahres gewöhnlich sehr zyklisch.
Traditionell ist bei Höft & Wessel das vierte
Quartal eines Geschäftsjahres das umsatzstärkste.
Das hat sich im Geschäftsjahr 2002 bestätigt.
Ticketing & Transport
In diesem Geschäftsbereich sind die Ticketing- und Transportprodukte
der gesamten Gruppe zusammengefasst. Trotz der schwierigen konjunkturellen
Lage konnte sich dieser Geschäftsbereich im abgelaufenen
Geschäftsjahr vergleichsweise gut entwickeln. Der Umsatz
konnte von 38,5 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2001
auf 43,1 Mio. EUR in 2002 gesteigert werden.
Ausgehend von den vorhandenen Schlüsseltechnologien und
Kernkompetenzen ist im Jahr 2002 mit dem Maut-Auftrag der Eintritt
in das Geschäftsfeld der Straßennutzungsgebühren
gelungen. Mit dem Auftrag zur Lieferung von Automaten für
die Londoner City-Maut konnte neben der Muttergesellschaft Höft & Wessel AG
auch das englische Tochterunternehmen Metric in diesem Geschäftsfeld
Fuß fassen.
Toll Collect, das Konsortium aus DaimlerChrysler, Deutsche Telekom
und Cofiroute S.A., hat Höft & Wessel den
Auftrag erteilt, Zahlstellen-Automaten für die manuelle
Erhebung der LKW-Maut zu liefern. Für die Berechnung der
Maut sind ein automatisches Erhebungsverfahren mit einem fest
installierten Fahrzeuggerät und ein manuelles Einbuchungsverfahren
für Autobahnbenutzer ohne Fahrzeuggeräte vorgesehen.
Die manuelle Einbuchung zur Entrichtung der Maut erfolgt nach
Festlegung der Route und Startzeit vor dem jeweiligen Fahrtantritt.
Die Bezahlung erfolgt über gängige Tankkarten und
Kreditkarten oder in bar. Für diese manuelle Erhebung der
Maut wird ein flächendeckendes Netz von Zahlstellen-Automaten
im in und ausländischen Einzugsgebiet der bundesdeutschen
Autobahnen errichtet. Dieser Auftrag im neuen Geschäftsfeld
der Straßennutzungsgebühren ist mit einem Volumen
von ca. 31 Mio. EUR einer der größten in
der Geschichte des Unternehmens. Die ersten Terminals für
die manuelle Mauterhebung sind im Dezember 2002 ausgeliefert
bzw. versandbereit gestellt worden.
Von der britischen Busbetreibergesellschaft London Bus Service
Ltd. hat die Metric Group Ltd. den Zuschlag für die Lieferung
von stationären Ticketautomaten für die Londoner Bushaltestellen
erhalten. Der bisherige Ticketverkauf im Bus wird umgestellt
auf den Verkauf an stationären Ticketautomaten, die direkt
an den Bushaltestellen errichtet werden. Der Ticketkauf bereits
vor dem Betreten des Busses ermöglicht den Fahrgästen
ein deutlich schnelleres Einsteigen; damit wird höhere
Kundenfreundlichkeit und Effizienz in der Fahrgastbeförderung
erreicht. Die Ausschreibung umfasst die Wartung der Automaten
und als Dienstleistung auch den Betrieb dieses Fahrkartenverkaufssystems.
Metric hat hiermit einen der wichtigsten Aufträge in der
Firmengeschichte erhalten, der das Potenzial für künftige
erhebliche Umsatzzuwächse beinhaltet. Die Höft & Wessel-Gruppe
unterstreicht mit diesem Auftrag ihre Position als bedeutender
Anbieter von Ticketverkaufssystemen in Europa.
Im internationalen Geschäft mit den Check-in-Automaten
für Fluggesellschaften hat sich nach deutlichen Einbrüchen
zu Jahresbeginn im Jahresverlauf eine leichte Erholung gezeigt.
Mittlerweile sind die Check-in-Terminals von Höft & Wessel
über verschiedene Fluggesellschaften in fast allen Ländern
der EU im Einsatz. Am Flughafen Wien installiert Höft & Wessel
über die Tochtergesellschaft Metric in Kooperation mit
der Materna GmbH Information & Communications erstmalig
Check-in-Terminals zur Nutzung durch Passagiere mehrerer Fluggesellschaften.
Die Check-in-Terminals können für das Einchecken bei
grundsätzlich allen Airlines genutzt werden, deren Software
über den erforderlichen CUSS-Standard (Common Use Self
Service) verfügt. Höft & Wessel rechnet
im Geschäft mit den Check-in-Terminals für die kommenden
Monate mit einer weiteren Belebung und steigenden Umsätzen.
Nach der Lufthansa und der skandinavischen Airline SAS haben
weitere Luftfahrtgesellschaften Check-in-Terminals geordert.
Hierzu zählen die British Midland und Spanair, die im Laufe
des Jahres 2003 beliefert werden.
Größter langjähriger Einzelkunde der Höft & Wessel AG
ist auch im Geschäftsjahr 2002 die Deutsche Bahn gewesen.
Von der Deutschen Bahn wurden neben Serviceleistungen, stationären
Automaten und mobilen Geräten für das e-Ticketing
im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr auch verschiedene Software-Entwicklungen
beauftragt.
Insgesamt konnte Höft & Wessel die Vertriebswege
der englischen Tochtergesellschaft Metric für alle Geschäftssegmente
intensiver nutzen. Im zweiten Quartal 2002 hat z. B. die Busbetreibergesellschaft
von Thessaloniki über Metric weitere 500 Ticketautomaten
almex.mtv für den mobilen Ticketverkauf geordert. Damit
sind in Thessaloniki mittlerweile mehr als 1000 dieser Ticketautomaten
im Einsatz.
Handel & Logistik
Höft & Wessel entwickelt und vertreibt im
Geschäftsbereich Handel & Logistik Mobile Datenerfassungsgeräte
zur Erfassung, Zwischenspeicherung und Verarbeitung von Daten.
Die Systeme dienen dazu, das Bestellwesen, die Warenlogistik,
die Inventur, den Wareneingang und die Warenflusskontrolle in
Handelsorganisationen schneller, sicherer und einfacher zu gestalten.
Die Folgen der Konsum- und Investitionszurückhaltung aufgrund
der schlechten Konjunktur zeigten sich für Höft & Wessel
insbesondere im Bereich Handel & Logistik. Der Umsatz belief
sich auf 16,2 Mio. EUR (Vorjahr: 28,1 Mio. EUR).
Für den Markt der Mobilen Datenerfassungsgeräte bietet
Höft & Wessel Produkte, die das verstärkt
nachgefragte Standardbetriebssystem WIN CE nutzen.
Mit der australischen Magellan Technology Pty Ltd. hat Höft & Wessel
eine Vertriebsvereinbarung für den "tunnel reader",
eine der neuesten Entwicklungen im Bereich der Transponder-Technologie
abgeschlossen, die u.a. für die Warenauszeichnung im Handel
eingesetzt werden kann. Über stationäre Anlagen wie
den "tunnel reader" bietet Höft & Wessel
nun auch die schnelle und sichere Verarbeitung von großen
Mengen Transponder-Daten an und erweitert damit seine Produktpalette
um einen weiteren wichtigen zukunftsträchtigen Baustein.
Auf die wichtigsten Kunden im Bereich Handel & Logistik
Edeka, Ihr Platz, German Parcel, Aldi, KiK, dm,
Lekkerland und Rossmann entfielen im Geschäftsjahr
2002 etwa 65 % der Konzernumsätze in diesem Geschäftssegment.
Die Vermarktung des mobilen Internetcomputers skeye.pad, dem
Produkt der Höft & Wessel Skeye Webpanel AG,
war im abgelaufenen Geschäftsjahr schwierig. Obwohl die
Zahl der aktiven Kunden gegenüber dem Vorjahr bereits deutlich
erhöht werden konnte, wurde das Umsatzziel deutlich unterschritten.
Ziel ist es, über verschiedene Partner und Distributoren
neue Kundenkreise und Anwendungsbereiche für das skeye.pad
zu erschließen.
Parking
Im Bereich Parking innerhalb der Höft & Wessel-Gruppe
ist die englische Tochtergesellschaft Metric tätig. Im
Produktbereich der "Pay & Display"-Automaten
Automaten, an denen für eine bestimmte Parkdauer Parkscheine
gelöst werden können, die sichtbar im Fahrzeug hinterlegt
werden ist Metric seit Jahren Marktführer in Großbritannien.
Auch international zählt Metric hier zu den größten
Anbietern.
Ebenfalls für die Erhebung von Mautgebühren liefert
Metric, die englische Tochtergesellschaft der Höft & Wessel AG,
Automaten, an denen die seit Februar 2003 fällige Londoner
Innenstadt-Maut bezahlt werden kann. Die über 100 stationären
Automaten sind in den Parkzonen und der Innenstadt aufgestellt
worden.
Die unerwartet schwierige Marktentwicklung hatte bei der Metric
bereits im Jahr 2001 Restrukturierungen und eine Neuausrichtung
notwendig gemacht. Auch im Geschäftsjahr 2002 standen Maßnahmen
im Vordergrund, um das Tochterunternehmen wieder profitabel
zu machen: Dazu gehört die marktgerechte Weiterentwicklung
der bestehenden Produktpalette, die weitere Senkung der Fixkosten
und gleichzeitig eine Stärkung des nationalen wie internationalen
Vertriebs sowie die intensive Betreuung des weltweiten Distributorennetzes
zur soliden Verbreiterung der Kundenbasis.
Das Segment Parking hat sich im vergangenen Geschäftsjahr
mit einem Umsatz von 18,7 Mio. EUR neutral entwickelt
und konnte das Umsatzniveau des Vorjahres halten (2001: 18,6 Mio. EUR). |
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3. Produktion und Beschaffung
Innerhalb der Höft & Wessel-Gruppe verfügt
lediglich die englische Tochtergesellschaft Metric-Group über
eigene Fertigungseinrichtungen für Endmontage und Endtests.
Die Beschaffung für die in Großbritannien produzierten
Park- und Ticketautomaten obliegt der Verantwortung des englischen
Teilkonzerns. Das Produktionsmanagement, die Prozessorganisation
und die Maßnahmen zur Qualitätssicherung sind auf
die spezifischen Anforderungen des englischen Teilkonzerns ausgerichtet.
Die Höft & Wessel AG wie auch die anderen
Unternehmen der deutschen Gruppe konzentrieren sich vorwiegend
auf das Produktionsmanagement, die Entwicklung von Testsystemen
und die Qualitätssicherung sowie auf die Endkontrolle,
sie fertigen jedoch nicht selbst. Die Produktion der von Höft & Wessel
gelieferten Produkte erfolgt in der Regel über erprobte
Partnerunternehmen, die von Höft & Wessel
regelmäßig überprüft werden. Dies geschieht
generell vor einer ersten Auftragsvergabe an einen neuen Subunternehmer
und zusätzlich vor großen Einzelaufträgen. Für
alle Fertigungspartner verfügt Höft & Wessel
über Alternativen und vermeidet auf diese Weise Abhängigkeiten
von den Subunternehmern.
Bei der Fertigung durch unterschiedliche Subunternehmer hat
Höft & Wessel in der Vergangenheit nahezu
das gesamte Produktionsmaterial zentral beschafft und es den
Subunternehmern produktionsauftragsbezogen bereitgestellt. Bei
ausgewählten Fertigungspartnern ist Höft & Wessel
dazu über gegangen, den Einkauf von Bauteilen direkt durch
die Subunternehmer vornehmen zu lassen und hat mit den auf elektronische
Bauteile spezialisierten Fertigungspartnern Rahmenverträge
über komplette Produkte geschlossen. Dadurch werden die
Abstimmungsprozesse verbessert und gleichzeitig die Lagerbestände
bei Höft & Wessel reduziert. Ein vollständige
Verlagerung der Bauteilbeschaffung ist aus verschiedenen Gründen
nicht möglich und wird deshalb bei einigen Lieferanten
weiterhin durch die Konzernzentrale vorgenommen: So bestehen
für bestimmte Komponenten bindende Einkaufskontrakte, bei
anderen Bauteilen trägt die Beschaffung durch Höft & Wessel
zu niedrigeren Herstellkosten bei. Auch Bauteile, die noch bei
Höft & Wessel bevorratet sind, werden anteilig
an die Fertigungspartner veräußert. Bereits im Jahr
2001 an einen Fertigungspartner veräußerte, aufgrund
der technologischen Weiterentwicklung jedoch inzwischen nicht
mehr zu verwendende Bauteile sind von Höft & Wessel
im Jahr 2002 aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung wieder
übernommen und in Höhe von 4,9 Mio. EUR
abgeschrieben worden.
Durch eine Verbesserung der Beschaffungsabläufe bei Höft & Wessel
ist mittlerweile eine genauere Disposition möglich, die
zu kürzeren Lagerzeiten des Materials und damit auch zu
einer Reduzierung des Vorratsvermögens führen soll.
Insgesamt konnte die Zahl der Wareneingänge in Hannover
gegenüber dem vorhergehenden Geschäftsjahr nahezu
halbiert werden; die Anzahl der einzelnen Bestellpositionen
konnte um ca. 20 % reduziert werden. |
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4. Investitionen
Die Zugänge zum Anlagevermögen (ohne Finanzanlagen)
lagen im Jahr 2002 bei 5,25 Mio. EUR (Vorjahr: 8,80 Mio. EUR).
Davon entfällt auf aktivierte Entwicklungsleistungen ein
Zugang von 3,52 Mio. EUR (Vorjahr: 4,24 Mio. EUR).
Im Jahr 2002 konzentrierten sich die getätigten Investitionen
auf die notwendigen Anschaffungen von Werkzeugen und von Hard
und Software für PCs und Workstations. |
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5. Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2002 beschäftigte die Höft & Wessel-Gruppe
insgesamt 529 Mitarbeiter. Im Vorjahr waren es 527 Mitarbeiter.
Die Anzahl der Beschäftigten belief sich im Jahresdurchschnitt
auf 528 Mitarbeiter (Vorjahr: 543 Mitarbeiter). Der Rückgang
der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl ist auf die Umsetzung
des Kostensenkungsprogramms bei der Metric im Jahr 2001 zurückzuführen.
Bedingt durch die Erhöhung der durchschnittlichen Zahl
der Auszubildenden von 16 im Jahr 2001 auf 25 im Jahr 2002 ist
der Personalrückgang am Standort Hannover hinsichtlich
der Kosten durchaus spürbar, wirkt sich jedoch hinsichtlich
der Beschäftigtenzahlen weniger stark aus. |
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| Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage |
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| 1. Vermögenslage |
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2002 |
2001 |
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Anlagenintensität (Anlagevermögen
/ Bilanzsumme) |
31,0 % |
31,6 % |
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Vorratsintensität (Vorratsvermögen
/ Bilanzsumme) |
20,6 % |
25,8 % |
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Forderungsintensität (Forderungen
aus Lieferungen
und Leistungen / Bilanzsumme) |
36,0 % |
29,4 % |
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Eigenkapitalquote |
31,0 % |
49,3 % |
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Die Verminderung der Vorratsintensität ist
wesentlich auf die im Jahr 2002 vorgenommenen Abschreibungen
in Höhe von 11,5 Mio. EUR zurückzuführen.
Der Buchwert des Anlagevermögens ist insbesondere aufgrund
von Abschreibungen auf Finanzanlagen um ca. 21,3 % gesunken,
aufgrund der ebenfalls niedrigeren Bilanzsumme hat sich die
Anlagenintensität jedoch nur geringfügig verändert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber
dem Vorjahr absolut nur wenig, die Forderungsintensität
ist aufgrund der niedrigeren Bilanzsumme jedoch deutlich gestiegen
und beträgt 36,0 % (2001: 29,4 %).
Zum 31. Dezember 2002 bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe
von 19,4 Mio. EUR (Vorjahr: 20,8 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sind mit 18,6 Mio. EUR gegenüber
dem Vorjahr (16,0 Mio. EUR) um 16,3 % gestiegen. Das Eigenkapital
liegt zum Bilanzstichtag bei 24,9 Mio. EUR, die Eigenkapitalquote
beträgt 31,0 % der Bilanzsumme (2001: 49,3 %). |
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2. Finanzlage und Liquiditätslage
Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit konnte im
Jahr 2002 im Vergleich zum Vorjahr von 1,1 Mio. EUR
auf 2,7 Mio. EUR gesteigert werden. Die im Vorjahr etablierte
Kreditlinie für Forderungsverkäufe im Rahmen unechter
Pensionsgeschäfte wurde im Jahresverlauf in einem schwankenden
Volumen teilweise ausgenutzt und war am 31.12.2002 mit 4,5 Mio. EUR
in Anspruch genommen.
Am 20. Dezember 2001 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates
unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals eine Kapitalerhöhung
um 300.000 EUR beschlossen, die bereits langfristig geplant
war. Das Bezugsrecht der Aktionäre war ausgeschlossen.
Die neuen Aktien wurden in voller Höhe platziert. Der Ausgabekurs
betrug 10,00 EUR je Stückaktie. Durch die Kapitalerhöhung
ergab sich für die Höft & Wessel AG
vereinbarungsgemäß im April 2002 ein Mittelzufluss
von insgesamt 3 Mio. EUR. Das Grundkapital der Höft & Wessel AG
hat sich damit von 7,425 Mio. EUR auf 7,725 Mio. EUR
erhöht. Das hat zur Sicherung der Liquidität beigetragen.
Die sonstigen Kreditlinien und Bankverbindungen sind weitgehend
unverändert geblieben. Aufgrund des zyklischen Geschäftsverlaufes
und des auch in diesem Geschäftsjahr umsatzstarken 4. Quartals
war die Inanspruchnahme der Kreditlinien mit einem entsprechenden
Vorlauf von 3 Monaten, der sich aus dem Materialbeschaffungszeiträumen
ergibt, im zweiten Halbjahr tendenziell größer als
im ersten Halbjahr. Beigetragen hierzu hat auch der Anlauf der
Serienproduktion des Projektes "LkwMaut". Die notwendige
Projektfinanzierung wurde durch entsprechende Kontokorrent-Linien
und eine Forfaitierungslinie sicher gestellt. Die Inanspruchnahme
zum 31.12.2002 betrug 1,3 Mio. EUR.
Basierend auf der vorliegenden Planung sind im Jahr 2003 sämtliche
Zahlungsverpflichtungen zu jedem Zeitpunkt aus dem operativen
Cashflow und mit den vorhandenen Kreditlinien erfüllbar.
Insgesamt ergibt sich trotz der geplanten, leicht steigenden
Umsätze im laufenden Geschäftsjahr kein zusätzlicher
Refinanzierungsbedarf, die derzeitigen Kreditlinien in der jetzigen
Form reichen aus.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben aufgrund hoher
Abschreibungen und ausgeprägter Risikovorsorge im Bereich
Finanzdienstleistung und insbesondere bei einigen Banken zu
Verlusten geführt. Zusätzlich werden die Banken im
Kreditbereich durch neue Regeln belastet, die vom Baseler Ausschuss
für Bankenaufsicht aufgestellt wurden, kurz Basel II genannt,
und international die Unterlegung von Krediten mit mehr Eigenkapital
als bisher fordern. Auch deshalb ist die wirtschaftliche Lage
des Kreditsektors derzeit ausgesprochen schwierig.
Um sicherzustellen, dass die refinanzierenden Banken über
die Entwicklung und die Lage der Höft & Wessel AG
zeitnah und im Detail informiert sind, steht der Vorstand regelmäßig
mit den Banken in Verbindung. |
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3. Umsatz und Ertragslage
Im Geschäftsjahr 2002 hat sich das Volumen von Bauteilverkäufen
an die Fertigungspartner deutlich reduziert, die Umsatzerlöse
2002 beinhalten entsprechende Erlöse lediglich in Höhe
von 0,7 Mio. EUR (im Vorjahr 7,4 Mio. EUR). Um eine
Vergleichbarkeit mit den Vorjahreswerten zu ermöglichen,
sind die Angaben der Vorjahreswerte um diese Umsätze bereinigt
worden.
Der Umsatz der Höft & Wessel-Gruppe im Geschäftsjahr
2002 lag mit 78,0 Mio. EUR (Vorjahr: 77,8 Mio. EUR)
auf Vorjahresniveau. Die Gesamtleistung beträgt 80,5 Mio. EUR
und ist damit im Vergleich zum Vorjahr (2001: 83,6 Mio. EUR)
gesunken. Das Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen betrug
26,5 Mio. EUR (Vorjahr: 14,0 Mio. EUR).
Der prozentuale Deckungsbeitrag 1 erhöhte sich um 1,9 Prozentpunkte
und lag bei 43,2 % des Umsatzes (2001: 41,3 %).
Im Geschäftsjahr 2002 reduzierte sich der Personalaufwand
aufgrund der Sparmaßnahmen auf 22,2 Mio. EUR (Vorjahr:
24,4 Mio. EUR). Bezogen auf die Gesamtleistung ergibt sich
eine Verringerung auf 27,6 % im Geschäftsjahr 2002
(Vorjahr: 29,2 %). |
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Eckdaten aus der
Gewinn und Verlustrechnung |
2002 |
2001 |
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Gesamtleistung in Mio. EUR |
80,5 |
83,6 |
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Umsatz in Mio. EUR |
78,0 |
77,8 |
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Ergebnis (vor Minderheitenanteilen) vor
Steuern und Zinsen (EBIT) in Mio. EUR |
(24,4) |
(14,4) |
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Ergebnis vor Steuern nach Minderheitenanteilen
(EBT) in Mio. EUR |
(25,3) |
(15,7) |
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EBT in % der Gesamtleistung |
(31,4) |
(17,3) |
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Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen
in Mio. EUR |
(26,5) |
(14,0) |
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Deckungsbeitrag 1 |
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Umsatzerlöse in Mio. EUR (inkl.
Bestandsveränderungen) |
76,8 |
78,8 |
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Materialaufwand in Mio. EUR |
43,7 |
46,3 |
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Deckungsbeitrag 1 in % |
43,2 |
41,3 |
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Die Ertragslage im Geschäftsjahr 2002 wurde
durch die folgenden negativen Ergebnisbeiträge wesentlich
beeinflusst:
Abschreibungen Umlaufvermögen in
Höhe von 11,5 Mio. EUR
Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen betreffen Vorratsvermögen.
Diese beinhalten im deutschen Konzernkreis u.a. von einem Subunternehmer
zurückerworbenes Material, das aufgrund der technologischen
Weiterentwicklungen nicht mehr verwendet werden kann (4,9 Mio. EUR).
Zudem wurden Produktionsmaterial und Fertigerzeugnisse im Zusammenhang
mit einem Produkt, das sich am Markt nicht durchsetzen konnte,
abgeschrieben (1,6 Mio. EUR). Betroffen waren auch Auslaufprodukte,
Überbestände an kundenspezifischen Fertigerzeugnissen
sowie nicht mehr verwertbare auftragsbezogene Entwicklungsleistungen
(insges. 1,8 Mio. EUR). Der englische Teilkonzern hat nach
einer Prüfung der Werthaltigkeit des Vorratsvermögens
Abschreibungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR vorgenommen,
die Almex GmbH und die Höft & Wessel Skeye
Webpanel AG haben Abwertungen in Höhe von 0,3 Mio. EUR
bzw. 0,4 Mio. EUR vorgenommen.
Aufwendungen aus Finanzanlagen in Höhe
von 2,3 Mio. EUR
Über die 25,8 %ige Beteiligung an der TRUCK24 AG ist Höft & Wessel
im Telematik-Markt vertreten. TRUCK24 bietet auf einer Hard-
und Softwareplattform Services für Speditionen an. Das
Angebot von TRUCK24 umfasst Kommunikation, Navigation und Ortung,
Auftragsverwaltung, Flottenmanagement, Elektronisches Fahrtenbuch,
Auskunftssysteme und mobile Services. Alle Services basieren
auf den Standardtechnologien des mobilen Telefonierens, der
globalen Ortung und des Internets. Die Hardware das TruckPad
ist ein Produkt der Höft & Wessel
Skeye Webpanel AG.
Die ab August 2003 in Deutschland geplante LKW-Maut hat hinsichtlich
der von TRUCK24 angebotenen Telematikdienste für eine Sensibilisierung
und deutliche Verunsicherung des Marktes gesorgt. In der Folge
war eine Investitionszurückhaltung der gesamten Transportbranche
zu verzeichnen. TRUCK24 konnte zwar absolut steigende Auftragseingänge
verzeichnen, blieb aber dennoch deutlich unter den ursprünglichen
Planungen. Das Ergebnis 2002 der Beteiligungsgesellschaft ist
ebenfalls erneut deutlich negativ. Vor diesem Hintergrund und
wegen der unsicheren weiteren Geschäftsentwicklung erfolgte
die Abschreibung des langfristigen Gesellschafterdarlehens (1,3
Mio. EUR) und erklärt sich der Aufwand aus der Equity-Bilanzierung
der Beteiligung (1,0 Mio. EUR).
Goodwill-Abschreibungen von insgesamt
0,5 Mio. EUR
Aufgrund der Verlustsituation des Unternehmens und des mehrjährigen
Unterschreitens der Umsatzerwartungen wurde der Goodwill der
Almex GmbH in Höhe von TEUR 459 vollständig abgeschrieben.
Abschreibung der nach IAS aktivierten
Entwicklungsleistungen
Die anhaltend schlechte konjunkturelle Lage und die veränderten
Absatzmöglichkeiten haben eine Anpassung der Einschätzung
künftiger Marktchancen für Produkte zur Folge gehabt.
Aufgrund dessen sind sowohl bei der Höft & Wessel AG
(1,4 Mio. EUR) als auch bei der Metric (0,6 Mio. EUR)
nach IAS aktivierte Entwicklungsleistungen nicht im üblichen
Zeitrahmen von vier Jahren, sondern zeitlich vorgezogen bereits
zum Bilanzstichtag voll abgeschrieben worden.
Abschreibungen im englischen Teilkonzern
Die oben beschriebenen Sonderbelastungen in Höhe von 4,2
Mio. EUR des englischen Teilkonzerns umfassen außerordentliche
Abschreibungen auf das Umlaufvermögen und die aktivierten
Entwicklungsleistungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR bzw.
0,6 Mio. EUR. Zudem mussten Auslandsforderungen in Höhe
von 0,5 Mio. EUR wertberichtigt und die Rückstellungen
für eventuelle Gewährleistungs- und Kulanzansprüche
um 0,6 Mio. EUR erhöht werden. |
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4. Risiken der zukünftigen
Geschäftsentwicklung
Das Risikomanagementsystem im deutschen Teilkonzern wurde im
Jahr 2002 fortentwickelt. Ziel ist es, alle wesentlichen Risiken
vollständig zu erfassen und permanent zu überwachen.
Die bestehenden Risiken wurden bezüglich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit
und möglichen Folgen bewertet. Für die jeweiligen
Risiken wurden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung
entwickelt, die bei einer unerwünschten Entwicklung von
Projekten frühzeitig greifen sollen. Das Risikohandbuch,
in dem die Risiken des deutschen Teilkonzerns analysiert sind,
steht den deutschen Mitarbeitern über das firmeninterne
Netzwerk zur Verfügung. Auch im englischen Teilkonzern
ist ein eigenes Risikofrüherkennungssystem im Aufbau. In
Anlehnung an das Risikofrüherkennungssystem im deutschen
Teilkonzern sind die grundlegenden Risiken im englischen Teilkonzern
ebenfalls identifiziert und bewertet worden.
Vor dem Hintergrund mitunter schwer prognostizierbarer Marktentwicklung
sollen die vorhandenen Systeme zur Planung, Organisation und
Überwachung des Konzerns angemessen fortentwickelt und
die Umsetzung von Maßnahmen der Risikofrüherkennung
forciert werden, um eine Angemessenheit in allen Unternehmensbereichen
zu gewährleisten.
Hinsichtlich der Geschäftsentwicklung von Höft & Wessel
und des Absatzes von Produkten kann sich das Risiko ergeben,
dass sich prognostizierte Umsätze nicht erreichen lassen,
weil die Nachfrage unter den Erwartungen bleibt und sich die
Märkte nicht wie prognostiziert entwickeln. Eine langfristige
vertragliche Bindung der Kunden an das Unternehmen dient dazu,
die externen Marktrisiken wie Preis und Absatz der Produkte
möglichst gering zu halten. Zu diesem Zweck werden mit
Großkunden nach Möglichkeit umfangreiche Rahmenverträge
abgeschlossen.
Es können sich durch die Abwicklung von Großprojekten
auch interne Risiken ergeben, die in einer unzulänglichen
Projektkalkulation begründet sein können. Diesen Risiken
wird durch den weiter fortschreitenden Aufbau eines umfassenden
Risikomanagementsystems entgegengewirkt. Begleitende Maßnahmen
wie Budgetierung und verstärktes Controlling dienen im
deutschen Teilkonzern der Ermittlung zuverlässiger Planzahlen
und der stetigen Überprüfung der laufenden Projekte.
Sollte sich zeigen, dass sich ein Projekt nicht planmäßig
entwickelt, werden umgehend die notwendigen Maßnahmen
eingeleitet. Die regelmäßig stattfindenden ProjektReviews
dienen dazu, auch eventuellen Verzögerungen, die sich in
der Entwicklung ergeben, frühzeitig entgegenzuwirken, um
Umsatzverschiebungen und Vertragrisiken zu vermeiden. Im englischen
Teilkonzern sind für Großprojekte wie beispielsweise
den Auftrag von London Bus spezielle Projektverantwortliche
(Manager und Support Team) berufen worden, um die Erfüllung
der Vertragsvereinbarungen sicherzustellen.
Insbesondere Großprojekte, die sich über einen längeren
Zeitraum hinziehen und alle Bereiche des Unternehmens tangieren,
binden grundsätzlich interne Ressourcen zur Steuerung aller
Prozesse für die Realisierung des Projektes. Zur Steuerung
der internen Abstimmung und Koordination der unterschiedlichen
Prozesse in Vertrieb, Entwicklung, Einkauf und Produktion ist
für den deutschen Teilkonzern die Interne Projektleitung
etabliert worden. Die interne Kommunikation wird durch regelmäßig
stattfindende Treffen zwischen dem Vorstand und den Business-Unit-Leitern
gesichert. Abteilungssitzungen in den einzelnen Fachbereichen
sowie wöchentliche Abteilungsleitertreffen gewährleisten
die bereichsübergreifende Kommunikation. Um eventuellen
Liquiditätsengpässen, die sich beispielsweise durch
die allgemeine Geschäftsentwicklung oder die Vorfinanzierung
von Großprojekten ergeben können, vorzubeugen, ist
die im Jahr 2001 eingeführte eine neue Liquiditätsplanung
mit verfeinertem Berichtswesen sowie Analyse- und Steuerungsmöglichkeiten,
die auch den Banken zur Verfügung gestellt wird, zur Routine
geworden.
Die Höft & Wessel AG entwickelt, produziert
und vertreibt technologisch anspruchsvolle Endgeräte mit
kundenspezifischen Leistungsmerkmalen. Aus dem komplexen, unter
permanentem Termindruck stehenden Projektgeschäft entsteht
notwendig ein Qualitätsrisiko, das zu Folgekosten führen
kann. Zur Sicherung der Qualität wurde eine eigene Abteilung
Qualitätssicherung / Qualitätsmanagement zur Prüfung
und Optimierung der Schnittstellen in den Prozessketten bei
der Höft & Wessel AG eingerichtet. In
den einzelnen operativen Bereichen werden verantwortliche Qualitätsbeauftragte
benannt. Auch im englischen Teilkonzern bestehen definierte
Prozesse und Abläufe, deren Einhaltung fortwährend
kontrolliert wird. Die Verantwortlichkeiten bezüglich der
Risiken sind definiert und fester Bestandteil der regelmäßigen
Managementbesprechungen.
Der Geschäftsbetrieb und der Erfolg der Höft & Wessel-Gruppe
hängt in hohem Maße von der Sicherung der unternehmensrelevanten
Datenbestände ab. Höft & Wessel unterhält
seit Jahren ein zuverlässiges System zur Sicherung der
Datenbestände. Dem Risiko des Know-how-Verlustes durch
Mitarbeiterfluktuation steuert Höft & Wessel
durch Maßnahmen wie Mitarbeiterbeteiligungsprogramme und
der Verlängerung der vertraglichen Kündigungsfristen
bewusst entgegen. Im englischen Teilkonzern tragen Maßnahmen
der betrieblichen Altersvorsorge zur Mitarbeiterbindung bei.
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Sonstige Angaben
1. Vorstand und Aufsichtsrat
Im Geschäftsjahr 2002 fanden keine Veränderungen im
Vorstand der Höft & Wessel AG statt.
Unverändert sind auch die Zuständigkeitsbereiche der
Vorstandsmitglieder. Dr. Werner Andexser als Vorsitzender des
Vorstandes hat seinen Tätigkeitsschwerpunkt in Forschung
& Entwicklung und Produktion, Peter Claussen ist verantwortlich
für Marketing und Vertrieb und René Glasmacher ist
als Finanzvorstand tätig.
Herr Marco Hahn hat im dritten Quartal 2002 sein Mandat als
Mitglied des Aufsichtsrates bei der Höft & Wessel AG
niedergelegt. Im Zuge der kürzlich erfolgten Umstrukturierung
der Capital Stage AG ist Herr Hahn zum Vorstandsvorsitzenden
berufen worden und trägt mit der Reduzierung seiner Aufsichtsratsmandate
den gestiegenen zeitlichen Anforderungen Rechnung.
2. Corporate Governance und Compliance
Vorstand und Aufsichtsrat der Höft & Wessel AG
haben die konzernweit bestehenden internen Richtlinien der Unternehmensführung
und -kontrolle überarbeitet und auf Basis des geltenden
Deutschen Corporate Governance Kodex ergänzt. Mit der Verpflichtung
zur Corporate Governance möchte Höft & Wessel
das Vertrauen der Aktionäre, Geschäftspartner und
Mitarbeiter fördern.
Bestehende und über die Empfehlungen des Deutschen Corporate
Governance Kodex hinausgehende Regelungen wie die konzernweiten
Insiderrichtlinien werden weiterhin beibehalten. Um jedoch den
unternehmensspezifischen Erfordernissen Rechnung zu tragen,
ist Höft & Wessel den Empfehlungen der Kommission
in wenigen, aus Sicht der Unternehmensleitung eher unwesentlichen
Punkten, nicht gefolgt. Vorstand und Aufsichtsrat der Höft & Wessel AG
werden jährlich über die Corporate Governance Grundsätze
beraten und eventuelle Abweichungen darlegen. Der Deutsche Corporate
Governance Kodex wie auch die Entsprechenserklärung sind
der Öffentlichkeit auf der Internetseite des Unternehmens
dauerhaft zugänglich.
3. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge
oder Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Lagebericht
vermittelte Bild der Gesellschaft beeinflussen.
4. Forschung & Entwicklung
Um die Stärken des Unternehmens, innovative Produkte und
kurze Entwicklungszeiten, zu erhalten, ist ein hoher Anteil
der Mitarbeiter im Bereich Forschung & Entwicklung tätig.
Mit Ausnahme der Entwicklung von Produkten für den Bereich
Parking findet die Entwicklung der Produkte in der Zentrale
in Hannover statt.
Im Bereich Forschung & Entwicklung lag ein Schwerpunkt auf
der Entwicklung neuer Produkte und Technologien. Ausgehend von
der Entwicklung des skeye.pad hat Höft & Wessel
in den verschiedenen Geschäftssegmenten die Entwicklung
von Nachfolgeproduktgenerationen auf Basis von WIN CE begonnen.
Insbesondere im Bereich Handel & Logistik lag der Fokus
auf dem Ausbau der Produktpalette mit Windows CE-Betriebssystem.
Mit dem Betriebssystem WIN CE bietet Höft & Wessel
ein am Markt stark nachgefragtes Standardbetriebssystem, das
die Basis für deutlich leistungsfähigere, schnellere
Produkte mit höherer Speicherkapazität und mehr Funktionalitäten
ist. Generell werden Querschnittstechnologien nur einmal entwickelt
und dann übergreifend von allen Geschäftsbereichen
vermarktet. Derzeit entwickelt Höft & Wessel
für die verschiedenen Geschäftssegmente Nachfolgeproduktgenerationen
auf WIN CE-Basis: Ein neues Mobiles Datenerfassungsgerät,
das bereits auf der CeBIT 2003 vorgestellt wurde, ein neues
mobiles Terminal für den Fahrkartenverkauf und einen neuen
elektronischen Fahrscheindrucker zum Ticketverkauf in Bussen
und Bahnen.
Im Mittelpunkt stand außerdem die Entwicklung der Terminals
zur manuellen Erhebung der LKW-Maut. Darüber hinaus wurde
die bestehende Produktpalette hauptsächlich hinsichtlich
ihrer Software-Leistungsmerkmale weiter entwickelt und angepasst.
Im englischen Teilkonzern findet die Entwicklung für die
Parking-Produkte statt. Im Bereich der Hardware-Entwicklung
lag der Schwerpunkt neben der Integration neuer Bezahlmöglichkeiten
mit Kartensystemen wie beispielsweise "Chip and PIN",
der Erhöhung der Prozessorleistung und der Erweiterung
von Kommunikations-Interfaces vor allem auf der Senkung der
Herstellkosten. Im Bereich der Software-Entwicklung standen
die Integration weiterer Software-Applikationen und die Realisierung
spezieller Funktionalitäten für größere
Kundenprojekte im Vordergrund.
5. Ausblick
Höft & Wessel arbeitet weiter daran, das
Unternehmen marktgerecht zu positionieren. Dazu gehört
die notwendige Anpassung der internen Prozesse und Führungsstrukturen
ebenso wie eine verbesserte Integration der Tochtergesellschaften.
Das Unternehmen wird im Jahr 2003 die Kostenstrukturen weiter
anpassen. Es gilt eine strikte Ausgabenkontrolle und ein weitgehender
Einstellungsstopp, zudem werden in 2003 weitere deutliche Reduzierungen
des Personalaufwandes erfolgen. Höft & Wessel
passt sich dem schwierigen Marktumfeld und den aus Sicht des
Unternehmens weiterhin verhaltenen wirtschaftlichen Perspektiven
für das laufende Geschäftsjahr 2003 an. Daneben arbeitet
die Gruppe kontinuierlich an der Effizienz- und Leistungssteigerung
aller Konzernunternehmen. Durch die Einführung einer Abteilung
Qualitätssicherung soll die Zuverlässigkeit der Produkte
erhöht und der Kundennutzen optimiert werden. Dies trägt
zur Erhöhung der Marktchancen in den einzelnen Segmenten
bei. Die vielfältigen Maßnahmen in der Unternehmensgruppe
sollen dazu beitragen, dass sich Höft & Wessel
auch weiterhin im Wettbewerb durchsetzt. Neue kundenorientierte
Produkte und die Fokussierung auf das Kerngeschäft sowie
interne Flexibilisierung und der Mut zu Veränderung sind
die Basis für eine positive Unternehmensentwicklung.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 ist es gelungen, die
branchenübergreifend zu verzeichnenden hohen Umsatzrückgänge
zu vermeiden. Mit den oben beschriebenen neu entwickelten Produkten
verfügt Höft & Wessel über Nachfolgegenerationen
von marktfähigen bereits sehr erfolgreich im Markt platzierten
Produkten und erwartet hieraus erste Umsätze bereits im
Geschäftsjahr 2003.
Im englischen Teilkonzern konnte mit dem Auftrag zur Lieferung
von stationären Ticketautomaten für die Londoner Bushaltestellen
einen der wichtigsten Aufträge in der Firmengeschichte.
Erstmals übernimmt die Metric in diesem Projekt mit der
Londoner Busbetreibergesellschaft auch eine Betreiberfunktion.
Die Anzahl der installierten Produkte und der Auftragseingang
sind in den letzten Jahren gestiegen. Die Aussichten für
das kommende Geschäftsjahr sind damit erfolgversprechend.
Die Wirtschaftsprognosen für das Jahr 2003 sind sehr verhalten.
Höft & Wessel ist dennoch der Auffassung,
mit den durchgeführten Maßnahmen auch unter den schwierigen
Rahmenbedingungen eine gute Plattform für die weitere Entwicklung
geschaffen zu haben und erwartet in den angestammten Geschäftsfeldern,
vor allem im Bereich Straßennutzungsgebühren und
durch das richtungsweisende Projekt mit der Londoner Busbetreibergesellschaft
für das Geschäftsjahr 2003 Stabilität und eine
Verbesserung der Ertragskraft. Vor diesem Hintergrund weist
die Planung der Höft & Wessel-Gruppe für
2003 einen leicht steigenden Umsatz von ca. 80,0-85,0 Mio. EUR
aus. Das Ergebnis der Gruppe soll bei mindestens 1,5 Mio. EUR
liegen. |
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