|
Hannover, 31. März 2008 --- Die Höft & Wessel
AG, Hannover, hat im Geschäftsjahr 2007 zu alter Stärke
zurück gefunden und den Turnaround geschafft. Alle wesentlichen
Geschäftsindikatoren entwickelten sich überplanmäßig
und wuchsen im zweistelligen Prozentbereich.
Der Umsatz ist um 35 Prozent auf 99,7 (Vj. 74,0)
Millionen Euro gestiegen. Auch das Ergebnis fiel zufriedenstellend
aus: Der Vorsteuergewinn (EBT) betrug 4,7 Millionen Euro nach minus
1,9 Millionen Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern
(EBIT) erreichte 6,2 Millionen Euro nach minus 1,1 Millionen Euro
im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) stieg von 3,7 Millionen Euro im Vorjahr auf 11,3 Millionen
Euro und beläuft sich damit auf erfreuliche 11,3 Prozent vom
Umsatz.
Sprunghafter Anstieg bei Auftragseingang
und Auftragsbestand
Auftragseingang (AE) und Auftragsbestand (AB) entwickelten
sich ebenfalls dynamisch nach oben und stellen zugleich die Weichen
für künftiges Wachstum. Der Auftragseingang wuchs um
64,5 Prozent auf 155,6 (nach 94,6) Millionen Euro, der Auftragsbestand
verzeichnete einen großen Sprung von 60,0 Millionen
Euro auf 115,9 Millionen Euro – und hat sich gegenüber
dem Vorjahr annähernd verdoppelt (plus 93,2 Prozent). Hier
wirkte sich vor allem der größte Auftrag der Firmengeschichte
von der Deutschen Bahn AG für 3.200 Ticketautomaten aus, ebenso
wie der Großauftrag der Hannoverschen Verkehrsbetriebe üstra,
die einen 8,2 Millionen Euro Auftrag zur Modernisierung ihrer Haltestellen
an Höft & Wessel vergeben haben.
Diese Entwicklung beflügelte auch den Kurs der
Aktie, der im Berichtszeitraum von 3,32 Euro (Jahrestiefstkurs)
um 45 Prozent auf 4,81 Euro (Jahresschlusskurs) zunahm. Der Gewinn
je Aktie betrug 0,52 Euro nach minus 0,29 Euro im Vorjahr.
Alle drei Geschäftsbereiche sind gewachsen
Zu den Erfolgen haben alle drei Geschäftsbereiche,
Skeye, Almex und die englische Konzerntochter Metric, beigetragen.
Skeye, der Anbieter von Systemen
zur mobilen Datenverarbeitung für Handel und Logistik, konnte
seine gute Marktposition weiter ausbauen. Mit 40,4 (Vj. 27,4) Millionen
Euro wurden die Umsatzziele deutlich übertroffen und ein EBIT
von 5,4 (Vj. 2,5) Millionen Euro erzielt.
In Deutschland ist Skeye Systempartner namhafter
Handelshäuser und mit Geräten zur mobilen Datenerfassung
fester Bestandteil von deren Wertschöpfungskette. Beispielsweise
bei den Cash & Carry Märkten der Metro, die
nahezu flächendeckend
mit den neuen Bezahlterminals skeye.quickpay ausgestattet sind.
Oder als Mitglied der innovativen „Future Store Initiative“ der
Metro Group, in der praxistaugliche Gesamtlösungen mit RFID-Technik
entwickelt werden. Skeye liefert die Hochleistungsgeräte skeye.integral
2 UHF zum Lesen der Funketiketten, mit denen das Verkaufspersonal
der Herrenmodeabteilung in der Essener Filiale der Galeria Kaufhof
arbeitet. Mit skeye.allegro
LS Geräten arbeiten auch Karstadt,
die Hammer Heimtex Filialen und Woolworth, um Bestellungen und
Inventuren durchzuführen.
Im Ausland konnte Skeye mit dem Royal Automobile
Club einen bedeutenden Neukunden in Großbritannien gewinnen.
Dessen Fahrzeugflotte wird mit skeye.pad
XSL im Wert von mehr als
zwei Millionen Euro ausgerüstet, um Pannendienste und Fahrertraining
zu verbessern. Dasselbe Gerät versieht seinen Dienst bei dem
Nationalen Institut für Statistik und Volkswirtschaft in Frankreich,
wo es zur Erhebung des Warenkorbs und Berechnung der Inflation
eingesetzt wird. Um den Handelsmarkt in Italien zu erschließen,
wurde eine Vertriebsniederlassung in Mailand gegründet. Auf
der wichtigsten Handelsmesse der USA, der NRF, wurde die Zusammenarbeit
mit DBK Concepts, einem führenden Anbieter von mobilen Datenerfassungsgeräten
in den USA, bekanntgegeben. Vertriebspartner Nu-Communitek, New
York, setzt Geräte vom Typ skeye.pad XSL zur Echtzeiterfassung
von Kundendaten ein.
Almex, der Lösungsanbieter
für Ticketing und Transport, hat sich nachhaltig erholt und
mit einem Umsatz von 31,9 (Vj. 23,9) Millionen Euro seine Jahresziele
erreicht. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) liegt mit
1,9 Millionen Euro signifikant über dem Vorjahresverlust von
1,5 Millionen Euro.
Neben den erwähnten Großaufträgen
von der Bahn und der üstra wurde Almex von langjährigen
Kunden wie die Hamburger Hochbahn, aber auch Neukunden wie den
Stadtwerken Augsburg und den Stuttgarter Straßenbahnen mit
der Lieferung von Fahrscheindruckern beauftragt. Im öffentlichen
Personenverkehr setzt sich zunehmend der Verbundgedanke mit den
entsprechenden Kommunikationsstandards durch. Als einer der ersten
Anbieter gemäß des deutschen VDV-KA-Standards* hat Almex
den Verkehrsverbund Ostalbkreis mit einem einheitlichen kontaktlosen
Chipkartensystem für den Fahrscheinverkauf ausgerüstet.
Einmalig in Deutschland: Der Fahrgast benutzt ein einziges Ticket,
egal ob für Bus oder Bahn, mit Umsteigen oder ohne.
Im Ausland konnte Almex als erstes Unternehmen weltweit
die Vollzertifizierung nach dem ITSO-Standard entgegen nehmen.
Dieser regelt die Softwareschnittstellen im Ticketingbereich und
ist ab diesem Jahr Voraussetzung für die Teilnahme an öffentlichen
Ausschreibungen im Vereinigten Königreich. Dem schweizer S-POS-Standard
genügten die Almex Fahrscheinautomaten im Wert von 2,5 Millionen
Euro für die Rhätische Bahn, die sich nicht zuletzt wegen
des leistungsfähigen Verwaltungssystems almex.office für
Höft & Wessel entschieden hat.
* VDV-KA: Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Kernapplikation
Metric, die englische Tochtergesellschaft,
mit 24.000 installierten Parkautomaten einer der größten
Anbieter im Vereinigten Königreich, hat im Berichtsjahr 27,4
(Vj. 22,7) Millionen Euro umgesetzt und mit 0,1 Millionen Euro
ein EBIT auf Vorjahreshöhe ausgewiesen.
Dem neuen Parkautomaten Aura hat ein Großauftrag
der Stadt Cardiff zum Durchbruch verholfen. Viel Interesse weckte
der Aura auf englischen Fachmessen, was eine Pilotinstallation
für
den Chipkartenanbieter Visa in London nach sich zog. Hier kommt
das kontaktlose Bezahlen mit Kreditkarte, genannt „wave and
pay“, zum Einsatz, bei dem quasi im Vorbeigehen die Parkgebühr
entrichtet und vom Konto abgebucht wird.
In den USA wurde ein Spitzenfachmann für das
Parkinggeschäft für die Leitung der Metric-Niederlassung
in New Jersey gewonnen. Allein acht Fachmessen hat Metric mit dem
Aura in den USA besucht, wo das „pay-by-space“ Parksystem
auf lebhaftes Interesse stieß. Dabei werden die Parkgebühren
an einem zentralen Parkautomaten bezahlt, ohne dass ein Parkschein
im Fahrzeug hinterlegt werden muss. Mittlerweile konnten auch die
Herstellkosten für den Aura weiter gesenkt werden, so dass
sich die Marge des Gerätes verbessern wird.
Auslandsanteil gestiegen
Die internationale Geschäftsstrategie beginnt
zu greifen. Das hat sich im Auslandsanteil niedergeschlagen, der
auf 41,1 Prozent gestiegen ist. Im Vorjahr hatte er noch bei 26,1 Prozent
gelegen. Die Hauptmärkte der Höft & Wessel-Gruppe sind in Deutschland
mit einem Umsatzanteil von 44,3 Prozent (Vorjahr 53,3 Prozent) und Großbritannien
mit 27,8 Prozent nach 29,4 Prozent im Vorjahr. Die verbleibenden 27,9 Prozent
(Vorjahr 17,3 Prozent) entfallen auf die übrigen Märkte.
Eigenkapitalquote verbessert
Der gute Geschäftsverlauf mit deutlich gestiegenen
Umsätzen und Ergebnissen hat sich zum einen in einer verbesserten
Eigenkapitalquote von 46,5 Prozent gegenüber 43,2 Prozent
im Vorjahr niedergeschlagen. Zum anderen wurde der Cash Flow aus
betrieblicher Tätigkeit günstig beeinflusst. Er stieg
von 4,6 Millionen Euro auf 12,2 Millionen Euro und wurde im Wesentlichen
für neue Investitionen und zur Rückführung von Krediten
verwendet.
Ausblick auf 2008
Obwohl sich das Wirtschaftswachstum nach den Prognosen
der Wirtschaftsforschungsinstitute etwas abschwächen wird,
will Höft & Wessel das für B2B-Firmen immer noch
günstige Umfeld nutzen, um Marktpositionen zu festigen.
Aus heutiger Sicht erwartet Höft & Wessel
für das laufende Geschäftsjahr einen Konzernumsatz in
der Größenordnung von 108 Millionen Euro und ein weiter
verbessertes Ergebnis.
Download des Geschäftsberichtes 2007:
Geschäftsbericht
2007 .pdf / 1 MB
Jahresbericht
2007 .pdf / 205 KB
Annual
Report 2007 .pdf / 1 MB
Financial Statement 2007 .pdf
/ 224 KB
|
|